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EZB quantifiziert Naturrisiken für Euro-Wirtschaft

Ein aktuelles Occasional Paper der EZB analysiert die weitreichenden ökonomischen und finanziellen Risiken durch Naturzerstörung im Euroraum. Die Studie quantifiziert mittels des Nature Value-at-Risk (NVaR)-Frameworks, dass wasserbezogene Risiken – insbesondere Oberflächen- und Grundwasserknappheit sowie Wasserqualität – die größten Bedrohungen darstellen.

Naturrisiken rücken in den Fokus der EZB

Die EZB hat Naturrisiken, neben dem Klimawandel, explizit in ihre geldpolitische Strategiebewertung integriert.

Dieses Papier ist ein wichtiger Schritt, um die makroökonomischen und finanzwirtschaftlichen Auswirkungen von Ökosystemzerstörung, insbesondere Wasserknappheit und -qualität, zu quantifizieren.

Es ergänzt frühere Arbeiten zur Abhängigkeit von Ökosystemleistungen und liefert konkrete Zahlen zu potenziellen Produktionsausfällen und Bankenexpositionen.

Die Erkenntnis, dass internationale Lieferketten und endogene Risikofaktoren eine große Rolle spielen, erweitert die Perspektive erheblich.

Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, diese Risiken für die Preis- und Finanzstabilität ernst zu nehmen und die Datenlage zu verbessern.

Neue Methodik, klare Risikohotspots

Diese Studie ist ein Meilenstein in der Quantifizierung von Naturrisiken für die Eurozone.

Sie liefert erstmals konkrete Zahlen zur potenziellen Wirtschaftsleistung und Bankenexposition, die durch Ökosystemzerstörung, insbesondere Wasserknappheit, gefährdet sind.

Die Einführung des NVaR-Frameworks und die Analyse endogener Risiken bieten eine robuste Methodik.

Obwohl es sich um ein Occasional Paper handelt, signalisiert es die wachsende Bedeutung des Themas für die EZB und den Bedarf an weiteren Daten und Forschung für zukünftige makrofinanzielle Bewertungen.