Cipollone: Digitales Geld erfordert neue Ansätze
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Cipollone: Digitales Geld erfordert neue Ansätze

Piero Cipollone von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) beleuchtet die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung des Geldes. Er fordert eine Neuausrichtung der Finanzarchitektur, um Stabilität und Innovation zu gewährleisten.

Die digitale Transformation des Geldes

Die Digitalisierung des Geldes ist keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern eine bereits stattfindende Realität.

Piero Cipollone betonte, dass Zentralbanken, Regulierungsbehörden und private Akteure gemeinsam an der Gestaltung einer neuen Finanzarchitektur arbeiten müssen.

Er hob hervor, dass die Einführung von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) das Potenzial hat, die Effizienz von Zahlungssystemen zu steigern und die finanzielle Inklusion zu fördern.

Gleichzeitig warnte er vor den Risiken, die von unregulierten privaten Kryptowährungen und Stablecoins ausgehen können, insbesondere im Hinblick auf die Finanzstabilität und den Verbraucherschutz.

Die BIZ sieht ihre Rolle darin, den Dialog zwischen den Akteuren zu fördern und gemeinsame Standards zu entwickeln, um einen sicheren und innovativen digitalen Geldmarkt zu ermöglichen.

Die Debatte konzentriert sich auf die richtige Balance zwischen Innovation und Regulierung, um die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen, ohne neue Risiken einzugehen.

Herausforderungen für Stabilität und Innovation

Die Transformation des Geldes bringt erhebliche Herausforderungen mit sich.

Cipollone sprach über die Notwendigkeit, Datenschutz und Cybersicherheit in digitalen Zahlungssystemen zu gewährleisten.

Ein weiteres zentrales Thema sei die Interoperabilität zwischen verschiedenen digitalen Währungen und Plattformen, um Fragmentierung zu vermeiden.

Die BIZ untersucht Modelle, die eine nahtlose Abwicklung grenzüberschreitender Zahlungen ermöglichen könnten.

Gleichzeitig eröffnen digitale Währungen neue Möglichkeiten für innovative Geschäftsmodelle.

Die Rolle der Zentralbanken verschiebt sich dabei von reinen Emittenten zu Architekten und Regulierern eines komplexen digitalen Ökosystems.

Internationale Zusammenarbeit sei entscheidend, um globale Standards zu etablieren und einen 'Race to the Bottom' in der Regulierung zu verhindern.

Digitalisierung: Unaufhaltsam, aber steuerbar

Die Digitalisierung des Geldes ist ein unumkehrbarer Prozess, der die Finanzwelt grundlegend verändern wird.

Die Herausforderung liegt darin, diesen Wandel proaktiv zu gestalten, um die Vorteile für Gesellschaft und Wirtschaft zu maximieren und gleichzeitig Risiken für Stabilität und Vertrauen zu minimieren.

Ohne eine koordinierte internationale Strategie drohen Fragmentierung und eine Zunahme unregulierter Schattenfinanzsysteme.

Quelle: Piero Cipollone: Money in the digital age

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