Doornbosch: Finanzsystem muss Klimaschocks widerstehen
Richard Doornbosch, Präsident der Zentralbank von Curaçao und Sint Maarten (CBCS), betonte bei den UoC SustainaBUL Awards 2026 die Notwendigkeit, das Finanzsystem gegen Klimaschocks zu wappnen. Die Resilienz kleiner Inselstaaten sei besonders gefordert.
Resilienz gegen Klimaschocks
Richard Doornbosch hob hervor, dass die Fähigkeit zur Anpassung an globale Herausforderungen in den letzten Jahren auf die Probe gestellt wurde.
Überlappende Schocks wie COVID-19, der Krieg in der Ukraine, steigende Energie- und Lebensmittelpreise sowie Cybervorfälle hätten die Notwendigkeit von Resilienz verdeutlicht.
"Als Zentralbank ist es unser Kernauftrag, sicherzustellen, dass unser Finanzsystem Schocks standhalten kann – geopolitischen Schocks, aber ebenso sehr Klimawandel-Schocks," so Doornbosch.
Er betonte, dass die Auswirkungen des Klimawandels für kleine Inselstaaten ebenso gravierend sein werden wie diese globalen Erschütterungen.
Die Erfahrungen aus jüngsten Krisen dienten als Referenzpunkt, um sich auf die Unsicherheiten des Klimawandels vorzubereiten und anzupassen.
Daher sei es entscheidend, diese Risiken besser zu verstehen und das Finanzsystem entsprechend zu stärken.
Partnerschaften für grüne Zukunft
Die Zentralbank arbeitet bei der Erforschung und Überwachung systemischer Risiken nicht allein.
Doornbosch betonte die Bedeutung von Kooperationen, um die Bilanzen von Finanzinstitutionen weniger anfällig für Klimarisiken zu machen.
Dies erfordere Partner wie den Meteorologischen Dienst von Curaçao für den Zugang zu verlässlichen Klimadaten.
Regional kooperiert die CBCS zudem mit anderen Zentralbanken an Projekten wie der Entwicklung einer grünen Taxonomie und Aufsichtsrichtlinien für ein verantwortungsvolles Finanzmanagement.
Die Ausrichtung der SustainaBUL Awards durch die CBCS unterstreicht den Wert eines breiteren Dialogs mit Wissensinstitutionen und gesellschaftlichen Partnern zu den existenziellen Themen Nachhaltigkeit, Resilienz und langfristige Entwicklung.