BIS: Globale Bankforderungen steigen auf 45 Billionen Dollar – NBFIs treiben Wachstum
Die globalen grenzüberschreitenden Bankforderungen sind im dritten Quartal 2025 um 832 Milliarden US-Dollar auf 45 Billionen US-Dollar gestiegen. Haupttreiber waren Kreditvergaben an US-Kreditnehmer und Non-Bank Financial Institutions (NBFIs).
Globale Bankkredite im Aufwind
Die Standortstatistik der BIZ (LBS) zeigt im dritten Quartal 2025 einen Anstieg der globalen grenzüberschreitenden Bankforderungen um 832 Milliarden US-Dollar, währungs- und bruchbereinigt.
Der Bestand der ausstehenden Forderungen erreichte damit 45 Billionen US-Dollar.
Dieser Zuwachs wurde hauptsächlich durch grenzüberschreitende Bankkredite (Darlehen und Schuldverschreibungen, ohne Derivate) in Höhe von 730 Milliarden US-Dollar getragen.
Die grenzüberschreitenden Bankkredite wuchsen Ende Q3 2025 im Jahresvergleich um 10 Prozent, angetrieben durch ein starkes Wachstum der Dollar- und Euro-Kredite.
Dollar-Kredite außerhalb der USA stiegen um 7 Prozent im Jahresvergleich, während Euro-Kredite außerhalb des Euroraums um 11 Prozent zulegten.
Yen-Kredite außerhalb Japans kontrahierten hingegen um 4 Prozent.
NBFIs und die USA als Wachstumsmotoren
Der Anstieg der grenzüberschreitenden Bankkredite im dritten Quartal 2025 erfolgte primär an Kreditnehmer in den Vereinigten Staaten (plus 284 Milliarden US-Dollar) und andere fortgeschrittene Volkswirtschaften.
An Schwellen- und Entwicklungsländer (EMDEs) flossen 70 Milliarden US-Dollar.
Banken erhöhten ihre Kredite an alle Hauptsektoren, angeführt von Non-Bank Financial Institutions (NBFIs) mit einem Zuwachs von 312 Milliarden US-Dollar.
Die Kreditvergabe an NBFIs in den USA betrug 157 Milliarden US-Dollar.
Regional zeigten sich Divergenzen: Kredite an Schwellenländer in Europa, Afrika und dem Nahen Osten sowie Lateinamerika wuchsen im Jahresvergleich deutlich.
In Schwellenasien sanken sie hingegen um 6 Prozent, primär durch einen Rückgang von 48 Milliarden US-Dollar in China.