De Cos: Inflation und KI-Risiken prägen Ausblick
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De Cos: Inflation und KI-Risiken prägen Ausblick

BIZ-Chef Pablo Hernández de Cos stellte den Jahreswirtschaftsbericht 2026 vor. Dieser warnt vor anhaltender Inflation, KI-bedingten Risiken und hoher Staatsverschuldung, die den globalen Ausblick belasten.

Resilienz trifft auf neue Schocks

Die Weltwirtschaft zeigte sich im vergangenen Jahr widerstandsfähig gegenüber anfänglichen Sorgen vor höheren Zöllen.

Effektive Zollsätze fielen geringer aus als befürchtet (rund 10% statt 25%), Unternehmen passten sich schnell an und ein Boom bei KI-bezogenen Investitionen sorgte für Auftrieb.

Dies führte zu deutlichen Aufwärtskorrekturen der Wachstumsprognosen.

Doch der Ausbruch des Nahostkonflikts Anfang 2026 markierte einen neuen negativen Angebotsschock.

Die Schließung der Straße von Hormus führte zu einem beispiellosen Rückgang des Ölangebots, der die Wachstumsprognosen weltweit nach unten korrigierte.

Trotzdem blieben die Finanzmärkte optimistisch, getragen von der Erwartung einer schnellen Lösung.

Die BIZ warnt jedoch, dass die Auswirkungen des Konflikts länger anhalten könnten, da die Wiederaufnahme der Produktion und der Wiederaufbau erschöpfter Ölreserven Zeit benötigen und die Preise hoch halten könnten.

Vier Druckpunkte für die Stabilität

Der Jahreswirtschaftsbericht der BIZ identifiziert vier zentrale Druckpunkte für den globalen Ausblick.

Erstens: die Rückkehr der Inflation.

Die globale Teuerung ist seit Beginn des Nahostkonflikts um einen Prozentpunkt gestiegen.

Selbst bei einer nachhaltigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus könnten Lieferkettenverzögerungen und steigende Inputpreise (z.B. für Kunststoffe und Düngemittel) den Inflationsdruck aufrechterhalten.

Zudem könnten Inflationserwartungen schneller entankern.

Zweitens: Risiken durch KI-bedingte Euphorie.

Während KI langfristig Produktivitätsgewinne verspricht, wirft ihre Entwicklung Fragen zur Zukunft der Arbeit auf.

US-Industrien mit hoher KI-Exposition zeigen bereits ein geringeres Beschäftigungswachstum.

Die geldpolitischen Implikationen, insbesondere für den natürlichen Zinssatz (r-star), hängen von der Lösung dieser Spannungen ab.

Fragile Fundamente im Sturm

Der BIZ-Bericht zeichnet ein nüchternes Bild einer Welt, die sich zwar als widerstandsfähig erwiesen hat, aber von multiplen, sich gegenseitig verstärkenden Risiken bedroht ist.

Die Warnung vor der Interaktion von Inflation, KI-Euphorie und geopolitischen Schocks unterstreicht die Notwendigkeit einer disziplinierten Politik in allen Bereichen.

Ohne ein solches koordiniertes Vorgehen könnten die Fundamente der makroökonomischen und finanziellen Stabilität bröckeln.

Quelle: Strengthening foundations for the future

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