BIS-Studie: Credit Suisse schwächte Bail-in-Glaubwürdigkeit
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BIS-Studie: Credit Suisse schwächte Bail-in-Glaubwürdigkeit

Nach dem Kollaps der Credit Suisse im März 2023 sank die Glaubwürdigkeit von Bail-ins in Europa. Eine neue BIZ-Studie zeigt, wie Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Gläubigerbeteiligung neu bewerten.

Der erste große Test des Ab­wick­lungs­rah­mens

Der Abwicklungsrahmen für global systemrelevante Banken wurde über ein Jahrzehnt entwickelt.

Der Kollaps der Credit Suisse (CS) im März 2023 war dessen erste große Bewährungsprobe.

Obwohl ein Abwicklungsplan vorlag, wählten die Behörden angesichts von Finanzstabilitätsbedenken einen anderen Weg: Sie ermöglichten eine Übernahme der CS durch die UBS, gestützt durch öffentliche Garantien.

Additional Tier 1 (AT1)-Anleihen wurden vollständig abgeschrieben, Bail-in-Gläubiger blieben jedoch unberührt.

Eine BIZ-Studie untersucht, wie dieses Vorgehen die Glaubwürdigkeit von Bail-ins in Europa verändert hat.

Anhand von Anleihedaten von 94 Banken in 22 Ländern wird die Neubewertung von AT1-, Bail-in- und vorrangigen Schuldtiteln im Folgejahr nachgezeichnet.

Die Evidenz deutet darauf hin, dass die CS-Episode die Bail-in-Glaubwürdigkeit geschwächt hat.

Märkte erwarten weniger Gläu­bi­ger­be­tei­li­gung

Die Marktreaktion war zweigeteilt: AT1-Spreads folgten den jurisdiktionsspezifischen Signalen.

In der Schweiz stiegen sie um etwa 11 Prozent, im Euroraum und UK fielen sie um 5 Prozent.

Bail-in-Spreads verengten sich jedoch in allen Jurisdiktionen proportional stärker als AT1-Spreads.

Dies deutet darauf hin, dass die Märkte eine geringere Wahrscheinlichkeit für Bail-ins annehmen.

Banken mit niedrigerem Rating verzeichneten größere Spread-Rückgänge, was auf eine reduzierte Marktdisziplin hindeutet.

Vorrangige Spreads zeigten keine signifikante Bewegung.

Dies bestätigt, dass die Märkte die Verteilung von Verlusten in Krisen neu bewerteten, nicht die Wahrscheinlichkeit eines Bankenausfalls.

Quelle: The credibility of bail-in

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