Kohleminen-Schließungen verdoppeln Jobverluste lokal
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Kohleminen-Schließungen verdoppeln Jobverluste lokal

Eine Studie der Philadelphia Fed zeigt, dass Kohleminen-Schließungen in den Appalachen die lokale Arbeitslosigkeit erhöhten und Jobs, Löhne sowie Wirtschaftsleistung reduzierten. Der Jobverlust-Multiplikator lag bei 2,0.

Verdoppelte Jobverluste durch Minen-Schließungen

Die Studie der Federal Reserve Bank of Philadelphia analysiert die Auswirkungen von Kohleminen-Schließungen in den US-Appalachen zwischen 2011 und 2016.

In diesem Zeitraum sank die Zahl der aktiven Minen um 54 Prozent, die Beschäftigung im Kohlebergbau sogar um 57 Prozent.

Die Forscher stellten fest, dass Landkreise mit Minen-Schließungen bis 2016 einen Rückgang der Lohn- und Gehaltssumme um 8 Prozent, des BIP um 14 Prozent und der Beschäftigung um 4 Prozent verzeichneten.

Die Arbeitslosenquote stieg um 0,9 Prozentpunkte.

Bis 2021 verschärften sich diese negativen Effekte, mit Ausnahme der Arbeitslosenquote, die aufgrund eines Rückgangs der Erwerbsbevölkerung sank.

Der Jobverlust-Multiplikator lag bei durchschnittlich 2,0 – dreimal höher als beim Kohle-Bust der 1980er Jahre.

Dies wird auf eine gestiegene lokale Lohnprämie für Kohlearbeiter zurückgeführt.

Schiefergas-Boom löst Kohle-Schock aus

Der Rückgang der US-Kohleproduktion in den 2010er Jahren war primär eine Folge fallender Erdgaspreise durch den Schiefergas-Boom.

US-Kraftwerke stellten von Kohle auf Erdgas um, was die Nachfrage nach thermischer Kohle stark reduzierte.

Dies traf die Appalachen überproportional, da die dortigen Minen im Vergleich zu westlichen Abbaugebieten eine geringere Arbeitsproduktivität aufwiesen.

Zwischen 2011 und 2016 sank die Zahl der aktiven Kohleminen in den Appalachen von 673 auf 307. Die Studie identifiziert diese Schließungen als quasi-zufällige Schocks, die auf topografischen und geologischen Merkmalen basieren, nicht auf den lokalen Wirtschaftsstrukturen.

Bittere Lektion für den Strukturwandel

Die Studie illustriert eindringlich die tiefgreifenden und anhaltenden wirtschaftlichen Folgen des Strukturwandels in hochspezialisierten Regionen.

Der hohe Jobverlust-Multiplikator, verstärkt durch die überdurchschnittlichen Löhne im Kohlebergbau, unterstreicht die besondere Anfälligkeit dieser Gemeinschaften.

Dies fordert gezielte, langfristige Strukturhilfen und eine Neubewertung der Anpassungsfähigkeit lokaler Arbeitsmärkte, um solche Schocks abzufedern.

Quelle: The Local Economic Impact of Coal Mine Closures

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