Eigenkapitalrenditen reagieren auf langfristige Wachstumsschocks
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Ei­gen­ka­pi­tal­ren­di­ten reagieren auf langfristige Wachstumsschocks

Eine Studie der BIS und Federal Reserve untersucht die Reaktion von Eigenkapitalrenditen auf langfristige Wachstumsschocks. Ein positiver Schock versteilt die Eigenkapitalrenditekurve durch erhöhte Dividendenerwartungen, während Abzinsungssätze stabil bleiben.

Wachstumsschocks versteilen Renditekurve

Die Studie untersucht, wie makroökonomische Entwicklungen die Vermögenspreise beeinflussen, indem sie die Reaktion von Eigenkapitalrenditen auf einen identifizierten langfristigen Wachstumsschock analysiert.

Unter Verwendung synthetischer Eigenkapitalrenditedaten von Giglio et al. (2024) zeigen die Autoren, dass ein positiver langfristiger Schock die Eigenkapitalrenditekurve versteilt.

Dies geschieht durch eine Erhöhung des erwarteten Dividendenwachstums, während die Abzinsungssätze weitgehend unverändert bleiben.

Die Renditen von Wachstumsunternehmen reagieren stärker als die von Value-Unternehmen, was größere Veränderungen im erwarteten Dividendenwachstum widerspiegelt.

Das Modell von Ai et al. (2018), modifiziert zur Trennung von Bardividenden und Gesamtausschüttungen, passt diese Reaktionen am besten im Vergleich zu Benchmark-Modellen der Eigenkapital-Terminstruktur.

Der TFP-Nachrichtenschock, der als Proxy für langfristiges Wachstum dient, hat einen positiven und signifikanten Einfluss auf Konsum und aggregierte Dividenden, die langfristig um etwa 1 Prozent in fünf Jahren steigen.

Die 10-1-Jahres-Eigenkapitalrenditekurve steigt in den ersten Quartalen um etwa 1 Prozent.

Modelle im Vergleich: ACDL überzeugt

Die Studie beleuchtet die Finanzierung des Wachstums und die Reaktion der Renditen von Value- und Wachstumsunternehmen.

Aggregierte Bar- und Gesamtausschüttungen reagieren entgegengesetzt auf den langfristigen Schock, was auf eine starke negative Korrelation zwischen Investitionen und Netto-Rückkäufen hindeutet.

Neuemissionen sind demnach die Hauptfinanzierungsquelle für erhöhte Investitionen.

Die Autoren vergleichen ihre Ergebnisse mit mehreren Asset-Pricing-Modellen, darunter Bansal und Yaron (2004) und Lettau und Wachter (2007).

Diese Modelle unterschätzen die quantitativen Effekte.

Das Gormsen (2021)-Modell passt besser, attribuiert aber zu viel der Risikoprämie.

Das modifizierte ACDL-Modell von Ai et al. (2018) hingegen passt die empirischen Reaktionen der Eigenkapitalrenditen und ihrer Komponenten gut an, indem es die Reaktion korrekt dem erwarteten Wachstum zuordnet.

Neue Impulse für Asset-Pricing-Modelle

Diese Studie liefert wichtige empirische Belege zur Übertragung langfristiger makroökonomischer Schocks auf Eigenkapitalrenditen.

Sie betont die Relevanz der Unterscheidung zwischen Bar- und Gesamtausschüttungen sowie der Investitionsfinanzierung.

Die Erkenntnisse fordern bestehende Asset-Pricing-Modelle heraus und bieten wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung theoretischer Marktmodelle.

Quelle: The Response of Equity Yields to a Long-Run Shock

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