Chinas Inflation: NKPC-Modell überraschend stabil
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Chinas Inflation: NKPC-Modell überraschend stabil

Entgegen früheren Annahmen passt die Neue Keynesianische Phillips-Kurve (NKPC) überraschend gut auf Chinas Inflationsdynamik. Eine BIZ-Studie zeigt eine stabile und signifikante Verbindung zwischen Inflation, Output-Lücke und Erwartungen.

Das Paradox der chinesischen Phillips-Kurve

Die Studie von Mikael Juselius und Wenzhe Li untersucht systematisch die Beziehung zwischen Chinas Inflation, der wirtschaftlichen Auslastung (Output-Lücke) und Inflationserwartungen.

Frühere Forschungen berichteten oft von schwachen oder inkonsistenten Ergebnissen, was auf Chinas einzigartige institutionelle Merkmale und strukturellen Wandel zurückgeführt wurde.

Die Autoren nutzen jedoch aktuellere Daten und Inflationserwartungen von Consensus Economics, um die Stabilität der Schätzungen zu bewerten.

Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass das New Keynesianische Framework ohne spezifische Anpassungen für Chinas institutionelle Besonderheiten angewendet werden kann.

Die NKPC-Schätzungen erweisen sich als stabil und zeigen, dass sowohl die Output-Lücke als auch die Inflationserwartungen eine signifikante Rolle spielen, was früheren Befunden widerspricht.

Die Berücksichtigung offener Wirtschaftsindikatoren verbessert die Modellperformance zudem marginal.

Die NKPCs können über 80 Prozent der Inflationsvariation erklären.

Implikationen für die Geldpolitik

Die Erkenntnisse haben klare Implikationen für die Geldpolitik in China.

Die starke und stabile Passung der NKPC legt nahe, dass politische Entscheidungsträger das New Keynesianische Framework als praktische Grundlage nutzen können.

Es sind keine größeren Anpassungen aufgrund Chinas spezifischer Merkmale erforderlich.

Die moderat hohe Inflationspersistenz impliziert, dass kurzfristige Politikänderungen nur gedämpfte unmittelbare Auswirkungen auf die Inflation haben.

Die ausgeprägte zukunftsgerichtete Komponente unterstreicht die Bedeutung der Erwartungsverankerung durch politische Konsistenz, glaubwürdige Kommunikation und Guidance.

Gleichzeitig deutet der beträchtliche Koeffizient der Output-Lücke darauf hin, dass entsprechende Maßnahmen im chinesischen Kontext sehr effektiv sein können.

Die Schätzungen betonen auch die Rolle externer Bedingungen und des Wechselkursmanagements bei der Gestaltung der heimischen Inflation.

Quelle: The strength of the inflation-output link in China

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