Zhu Hexin: China öffnet Kapitalmärkte weiter
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Zhu Hexin: China öffnet Kapitalmärkte weiter

Chinas stellvertretender Notenbankgouverneur Zhu Hexin skizziert auf dem Lujiazui Forum die 'vier Vertiefungen' der Kapitalmarktöffnung. Er betont die Resilienz globaler Kapitalflüsse trotz Volatilität und Divergenz.

Resilienz inmitten von Volatilität

Die globalen Kapitalflüsse zeigen trotz zunehmender Instabilität und Unsicherheit eine bemerkenswerte Resilienz.

Zhu Hexin, stellvertretender Gouverneur der People's Bank of China, identifiziert drei Hauptmerkmale: erhöhte Volatilität, vertiefte Divergenz und bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit.

Die Volatilität wird durch geopolitische Konflikte, Inflation und schnell wechselnde Finanzbedingungen verstärkt, wobei die Allokation zunehmend über Anleihen, Aktien und Fonds erfolgt, was die Übertragung von Risikobereitschaft beschleunigt.

Die Divergenz zeigt sich in der Konzentration von Kapital in zukunftsorientierten Industrien wie KI, Halbleitern und Biomanufacturing.

Trotz dieser Herausforderungen erreichte das globale Direktinvestitionsvolumen (FDI) im Jahr 2025 1,6 Billionen US-Dollar, ein Niveau vergleichbar mit 2019.

Die grenzüberschreitenden Wertpapierzuflüsse überstiegen 2025 sogar 4 Billionen US-Dollar, ein Rekordwert und ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Viele Schwellenländer, darunter China, haben ihre makroökonomische Regulierung und makroprudenzielle Steuerung verbessert, was ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks stärkt.

Chinas Rolle als Stabilitätsanker

China positioniert sich als Stabilitätsanker in einer unsicheren Welt, indem es sein Innovationsökosystem und seine Finanzdienstleistungen effizient mit der Weltwirtschaft verbindet.

Im Jahr 2025 überstieg das tatsächlich genutzte ausländische Kapital in China 100 Milliarden US-Dollar, wobei ein Drittel auf Hochtechnologie entfiel.

Ausländische Investoren hielten Ende Q1 2026 chinesische Aktien im Wert von rund 600 Milliarden US-Dollar.

Gleichzeitig bietet China der Welt 'geduldiges Kapital': Direkte Auslandsinvestitionen machten 2025 45 Prozent der chinesischen Auslandsinvestitionen aus.

Die Rolle des Renminbi als finanzielles Bindeglied wächst, sein Anteil an grenzüberschreitenden Kapitalverkehrs-Zahlungen stieg auf etwa 60 Prozent.

China plant, die Kapitalmarktöffnung durch 'vier Vertiefungen' weiter voranzutreiben, um eine höhere Qualität und ein höheres Niveau der Öffnung zu erreichen.

Kontrollierte Liberalisierung

Chinas Öffnungsstrategie bleibt ein Balanceakt zwischen Liberalisierung und Kontrolle.

Während die Rhetorik auf umfassende Integration abzielt, sichert sich Peking durch 'Full-Chain Management' weiterhin die Kontrolle über grenzüberschreitende Kapitalflüsse.

Die tatsächliche Liberalisierung wird daher schrittweise und bedarfsorientiert erfolgen, um systemische Risiken zu vermeiden und die 'Bottom-Line Security' zu gewährleisten.