Macklem: Finanzsystem braucht mehr Resilienz
Kanadas Notenbankchef Tiff Macklem erklärt, wie finanzielle Risiken und ungleicher Handel das internationale System schwächen. Er skizziert notwendige Anpassungen für mehr Stabilität.
Ungleichgewichte führen zu Krisen
Globale Handelsungleichgewichte, die durch Kapitalflüsse ausgeglichen werden, können bei zu starker Ausprägung die Weltwirtschaft destabilisieren.
Solche Ungleichgewichte führten bereits zur Großen Depression in den 1930ern und zur globalen Finanzkrise 2008–09. Notenbankchef Macklem warnt, dass das System heute anfälliger ist, da die Ungleichgewichte wieder zunehmen.
Die USA ziehen viel Kapital an, da Amerikaner mehr ausgeben als sparen, während China und Europa hohe Sparquoten haben.
Diese unausgewogenen Flüsse verstärken Handelsungleichgewichte, befeuern Protektionismus und verzerren Vermögenspreise.
Die dominante Rolle des US-Dollars könnte diese Entwicklung verlängern.
Zudem ist das globale Finanzsystem schneller, komplexer und stärker vernetzt, mit neuen, weniger regulierten Akteuren, was seine Fragilität erhöht.
Drei Wege zu mehr Stabilität
Die globalen Ungleichgewichte resultieren aus nationalen Problemen wie niedrigen Sparquoten in den USA, geringem Konsum in China und schwachen Investitionen in Europa.
Deren Behebung erfordert koordiniertes Handeln.
Macklem nennt drei Prioritäten: Offenheit bei Handel und Investitionen bewahren, attraktivere Investitionsmöglichkeiten außerhalb der USA schaffen und die Transparenz erhöhen, um Finanzrisiken besser zu managen.
Diese Schritte sollen Anpassungen erleichtern, Resilienz aufbauen und eine stabilere Weltwirtschaft fördern.
Resilienz ist laut Macklem eine bewusste Wahl, die durch die Stärkung von Systemen in Stresszeiten erreicht wird.
Quelle: Adjusting for growth and resilience
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