CBDC-Design: Daten-Externalitäten und Marktmacht der PSPs
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CBDC-Design: Daten-Externalitäten und Marktmacht der PSPs

Eine neue Studie der Bank of Canada untersucht das optimale Design einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) in Bezug auf Daten-Externalitäten und Marktmacht privater Zahlungsdienstleister (PSPs). Sie zeigt, wie die Einführung einer CBDC die Akzeptanz privater Zahlungen und die Datenerzeugung beeinflusst.

Daten-Dilemma: Der Kern des CBDC-Designs

Eine neue Studie der Bank of Canada analysiert das optimale Design einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) in einer Wirtschaft, in der private Zahlungsdienstleister (PSPs) Transaktionsdaten sammeln und monetarisieren, wobei sie Marktmacht besitzen können.

Zahlungsdaten schaffen soziale Vorteile durch Rechtsdurchsetzung und Überwachung, verursachen aber auch Datenschutz-Kosten und negative Externalitäten durch Profiling und Gewinnabschöpfung.

Die Zentralbank wählt CBDC-Gebühren, Transaktionsprämien und die Intensität der Datenerfassung unter Berücksichtigung ihrer Auswirkungen auf die Akzeptanz privater Zahlungen.

Das Modell integriert Liquiditätskosten für das Halten von Zahlungsguthaben, Datenschutzbedenken im Zusammenhang mit Transaktionsdaten sowie Marktstruktur und Marktmacht im Zahlungsverkehr.

Diese Elemente bestimmen gemeinsam die Adoptionsentscheidungen der Haushalte für Zahlungsinstrumente, die Preis- und Datenpolitik privater Anbieter und die Wohlfahrtsfolgen alternativer CBDC-Designs.

CBDC: Die doppelte Wirkung auf den Markt

Die Studie kommt zu drei Hauptergebnissen.

Erstens kann und sollte eine optimale CBDC oft Daten sammeln, insbesondere wenn der öffentliche Wert erfasster Transaktionen die Datenschutzverluste und Ressourcenkosten der Datenverarbeitung überwiegt.

Zweitens kann eine datensammelnde CBDC den Marktanteil privater Kredite und die aggregierte Datenerzeugung im Zahlungssystem entweder erhöhen oder verringern.

Dies hängt vom Gleichgewicht zwischen der Marktmacht der PSPs und den sozialen Kosten privat monetarisierter Daten ab.

Drittens prägt die Marktstruktur diese Vergleiche: Bei stärkerem Wettbewerb auf privaten Zahlungsmärkten neigt das CBDC-Regime dazu, den privaten Marktanteil und die aggregierte Datenerzeugung zu reduzieren.

Ein komplexes Rechenexempel

Die Kalibrierung für die US-Wirtschaft zeigt, dass eine CBDC die Nutzung privater Zahlungswege und die Datenerfassung zunächst steigern könnte, da Marktmacht-Verzerrungen die negativen Daten-Externalitäten überwiegen.

Dies unterstreicht die Komplexität der CBDC-Gestaltung, die eine feine Abstimmung zwischen öffentlichem Nutzen und privaten Kosten erfordert.

Die Studie verdeutlicht, dass die optimale Politik stark von Marktbedingungen und der Bewertung von Daten-Externalitäten abhängt.