Rogers: Bank of Canada als Anker der Stabilität in unsicheren Zeiten
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Rogers: Bank of Canada als Anker der Stabilität in unsicheren Zeiten

Die stellvertretende Gouverneurin Carolyn Rogers betont die Rolle der Bank of Canada als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten. Sie verweist auf drei strukturelle Kräfte, die die Wirtschaft dauerhaft verändern könnten.

Handel, Demografie und KI als disruptive Kräfte

Kanada passt sich drei großen Wirtschaftskräften an, die die Wirtschaft dauerhaft verändern könnten.

Erstens, die Handelspolitik: Unsicherheit über US-Zölle und globale Handelsverschiebungen hemmen Investitionen, was zu weniger Arbeitsplätzen und schwächerer Produktivität führt.

Das Abkommen zwischen Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko (CUSMA) steht dieses Jahr zur Erneuerung an, dessen Ausgang jedoch schwer vorhersehbar ist.

Zweitens, die Demografie: Obwohl Einwanderung lange das Wachstum unterstützte, hat sich die Zuwanderung verlangsamt.

Dies bedeutet weniger Arbeitskräfte und Konsumenten, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln könnten.

Drittens, Künstliche Intelligenz (KI): KI könnte große Produktivitätsgewinne freisetzen und Kosten senken, doch wächst die Sorge um ihre Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Leben.

Rogers betonte: "Unsere Wirtschaft steht weiterhin unter Schock und durchläuft eine Reihe struktureller Veränderungen, die von uns allen Anpassung erfordern werden.

"

Der 2-Prozent-Anker bleibt im Fokus

Die Bank of Canada (BoC) bereitet sich auf die Erneuerung ihres geldpolitischen Rahmenabkommens mit der Bundesregierung vor.

Die 2-Prozent-Inflationszielmarke bewährte sich während der hohen Inflation nach der COVID-19-Pandemie und bleibt der beste Rahmen für die Zukunft.

Die BoC sucht jedoch nach besseren Wegen zur Umsetzung.

Dies umfasst die Verbesserung der Schockerkennung durch Echtzeitdaten und Unternehmensumfragen.

Zudem wird die Bewertung der Inflationsentwicklung überarbeitet, insbesondere die Kommunikation über die Kerninflation ohne volatile Posten.

Die BoC untersucht auch die Wechselwirkung der Geldpolitik mit Wohnungsnachfrage und -angebot, um die Effekte von Zinsen und Marktungleichgewichten besser zu erklären.

Iran-Konflikt als Inflationsrisiko

Der Konflikt im Iran ist ein akutes Risiko für Kanadas Wirtschaft, dessen Auswirkungen die BoC genau beobachtet.

Steigende Ölpreise könnten die Inflation kurzfristig antreiben und Konsumenten belasten, auch wenn Energieexporteinnahmen steigen.

Die Herausforderung besteht darin, eine Ausbreitung dieser Preissteigerungen auf andere Güter und Dienstleistungen zu verhindern, um die Stabilität des 2-Prozent-Ziels zu gewährleisten.

Quelle: Providing stability through uncertainty

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