Globaler CCP-Stresstest 2025: Erkenntnisse und Empfehlungen
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Globaler CCP-Stresstest 2025: Erkenntnisse und Empfehlungen

38 zentrale Gegenparteien (CCPs) und ihre Mitglieder führten 2025 die größte globale Ausfallsimulation (CIDS) durch. Der Bericht der Bank of England fasst die wichtigsten Erkenntnisse und Empfehlungen zusammen.

Größte Simulation identifiziert Engpässe

Im November 2025 führten 38 zentrale Gegenparteien (CCPs) weltweit zusammen mit ihren Mitgliedern die bisher größte globale Ausfallsimulation (CIDS) durch.

Diese Übung testete die Fähigkeit der CCPs, die Portfolios ausfallender Mitglieder zu liquidieren, und die der Clearing-Mitglieder, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Die Simulation umfasste eine breite Palette von Anlageklassen, darunter Rohstoffe, Aktien, Zinsswaps, Kredit-Default-Swaps und Devisen.

Die Lead Authorities, eine Gruppe von fünf Aufsichtsbehörden, überwachten die Übung und sammelten Erkenntnisse.

Insgesamt zeigte die CIDS 2025 die erfolgreiche Fähigkeit der Teilnehmer, Ausfallmanagementprozesse in einem Multi-CCP-Umfeld zu bewältigen.

Es traten jedoch auch betriebliche Reibungen und Kapazitätsengpässe auf, insbesondere bei Firmen mit vielen Verantwortlichkeiten und Mehrfachmitgliedschaften.

Regelmäßige Tests für Systemstabilität

Multi-CCP-Ausfallübungen finden seit 2016 alle zwei Jahre statt und gelten als wichtige Tests der operativen Bereitschaft von CCPs und Marktteilnehmern.

Sie dienen dazu, potenzielle Engpässe und Probleme zu identifizieren.

Die CIDS 2025 führte ein neues 'Client Porting'-Modul ein, das die Übertragung von Kundenportfolios von einem ausgefallenen zu einem überlebenden Clearing-Mitglied simuliert.

Dies wird der Liquidation vorgezogen, da es Kundenvermögen und Marktzugang erhält.

Die Mehrheit der CCPs integrierte dieses Modul, das insgesamt positiv aufgenommen wurde, obwohl es Vorschläge zur Verbesserung gab.

Realismus als nächste Herausforderung

Die CIDS 2025 war ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Finanzstabilität, doch die Simulationen müssen realistischer werden.

Insbesondere die Portfolios der Ausfallschuldner, Marktpreisszenarien und das Porting-Modul bedürfen einer kritischen Überarbeitung, um die tatsächlichen Belastungen besser abzubilden.

Nur so können die Übungen ihren vollen Wert entfalten und die Teilnehmer optimal auf reale Krisen vorbereiten.