BOE und FCA regeln systemische Stablecoins gemeinsam
Die Bank of England und die FCA legen ihren gemeinsamen Ansatz zur Regulierung systemischer Stablecoin-Emittenten dar. Ziel ist, Finanzstabilität zu sichern und Klarheit für Firmen zu schaffen.
Gemeinsame Aufsicht für Finanzstabilität
Die Bank of England (BOE) und die Financial Conduct Authority (FCA) stellen ihren koordinierten Ansatz zur Regulierung systemischer Stablecoin-Emittenten im Vereinigten Königreich vor.
Die Finanzaufsicht (FCA) wird alle im UK ausgegebenen qualifizierenden Stablecoins regulieren.
Werden Stablecoins jedoch in großem Umfang für Zahlungen genutzt und bergen Risiken für die Finanzstabilität, unterliegen sie der gemeinsamen Regulierung durch die BOE und die FCA, sobald das Finanzministerium (HMT) sie als systemisch anerkannt hat.
Die BOE konzentriert sich auf die Finanzstabilität, während die FCA Verbraucherschutz, Marktintegrität und Wettbewerb fördert.
Eine Anerkennung als 'systemisch bei Markteintritt' (SaL) ist möglich, wenn ein Emittent voraussichtlich systemische Größe erreichen wird.
Dieser Ansatz soll Klarheit und Vorhersehbarkeit für Unternehmen schaffen, während er gleichzeitig neue und sich entwickelnde Anwendungsfälle berücksichtigt.
Rechtlicher Rahmen und Zuständigkeiten
Der Financial Services and Markets Act 2023 (FSMA 2023) erweiterte die Aufsichtsbefugnisse der BOE auf Zahlungssysteme, die digitale Abwicklungsvermögen (DSA), einschließlich systemischer Stablecoins, übertragen.
Auch die FCA erhielt erweiterte Befugnisse für qualifizierende Stablecoins ab dem 25. Oktober 2027.
Die Payment System Regulator (PSR) hat ebenfalls Befugnisse über Teilnehmer an Zahlungssystemen, insbesondere in Bezug auf Wettbewerb und Endnutzerinteressen.
Bei Überschneidungen der Zuständigkeiten werden die Behörden fallweise mit den Firmen zusammenarbeiten.
Die BOE kann auch überseeische Emittenten regulieren, verlangt aber eine UK-Rechtspersönlichkeit für systemische Sterling-Stablecoins und kann bei nicht-Sterling-Stablecoins auf die Heimatregulierung verweisen, sofern diese vergleichbare Ergebnisse liefert.
Komplex, aber notwendig
Das gemeinsame Vorgehen der britischen Aufsichtsbehörden schafft dringend benötigte Klarheit für Stablecoin-Emittenten.
Trotz des ambitionierten Ziels bleibt die Umsetzung durch die Vielzahl der Akteure und die fallweise Prüfung komplex.
Für die Finanzstabilität ist diese detaillierte Regulierung jedoch ein entscheidender Schritt.