BOE Press

Gilt-Repo-Markt soll krisenfester werden

Die Bank of England (BoE) hat ein Diskussionspapier veröffentlicht, das Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz des britischen Staatsanleihen-Repo-Marktes vorschlägt. In enger Abstimmung mit der FCA, dem HM Treasury und dem DMO sucht die BoE Feedback zu zwei Hauptoptionen: einer verstärkten zentralen Abwicklung (Central Clearing) von Gilt-Repo-Geschäften sowie der Einführung von Mindesthaarscuts oder Margen für nicht-zentral abgewickelte Transaktionen.

Nach LDI-Krise: Fokus auf Repo-Markt-Stabilität

Dieses Diskussionspapier ist eine direkte Reaktion auf die im September 2022 aufgetretenen Turbulenzen am britischen Gilt-Markt, ausgelöst durch die LDI-Krise, die die Anfälligkeit des Repo-Marktes offenlegte.

Es folgt auch auf die Erkenntnisse des System-wide Exploratory Scenario (SWES) der BoE, das die Notwendigkeit einer erhöhten Kapazität und Resilienz in Repo-Märkten unterstrich.

Die BoE reiht sich mit diesem Vorstoß in eine globale Bewegung ein, wie die Maßnahmen der US SEC zur zentralen Abwicklung von US-Treasury-Transaktionen und die Arbeit des Financial Stability Board (FSB) zeigen.

Die Initiative signalisiert eine proaktive Haltung der britischen Aufsichtsbehörden zur Minderung systemischer Risiken im Markt-basierten Finanzsystem.

Konkrete Schritte nach Krisenerkenntnissen

Das Diskussionspapier ist von hoher Relevanz für alle Akteure im britischen Gilt-Repo-Markt, da es die Weichen für zukünftige Regulierungen stellt.

Es ist eine direkte Konsequenz aus den Schwachstellen, die durch die LDI-Krise und das SWES-Szenario aufgedeckt wurden.

Obwohl es sich um eine Konsultation handelt, signalisiert die BoE klar ihre Absicht, die Resilienz des Marktes durch spezifische Maßnahmen wie Zentral-Clearing und Mindesthaarscuts zu stärken.

Es ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der Lehren aus der jüngsten Marktvolatilität.