UK-Bankenabwicklung: Meldepflichten für Institute gestrafft
Die Bank of England (BOE) und die Prudential Regulation Authority (PRA) haben Änderungen an den Meldepflichten für die Bankenabwicklung finalisiert. Ziel ist es, die regulatorische Last zu reduzieren und gleichzeitig ein robustes Regime zu erhalten, das Wachstum und Wettbewerb fördert.
Weniger Bürokratie für kleinere Institute
Die Bank of England (BOE) und die Prudential Regulation Authority (PRA) haben eine Reihe von Änderungen an den Meldepflichten für die Bankenabwicklung finalisiert.
Der Schwellenwert für die Anwendung des Resolution Assessment Framework (RAF) steigt von 50 Mrd. auf 100 Mrd. Pfund an Einlagen.
Kleinere inländische Einlageninstitute müssen ihre Sanierungspläne künftig nur noch alle zwei Jahre statt jährlich überprüfen.
Diese Maßnahmen, die ab dem 1. April 2026 in Kraft treten, sollen die regulatorische Belastung reduzieren und gleichzeitig ein robustes Regime aufrechterhalten.
Dave Ramsden, stellvertretender Gouverneur, betonte: "Ein glaubwürdiges Abwicklungsregime muss robust, aber auch reaktionsschnell und verhältnismäßig sein.
" Die Änderungen spiegeln die geringeren Risiken wider, die kleinere Institute für die Finanzstabilität des Vereinigten Königreichs darstellen.
Gezielte Anpassungen für mehr Klarheit
Die Anpassungen betreffen auch die Meldepflichten für die Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL).
Diese werden vereinfacht und präzisiert, um den Aufwand für die Institute zu reduzieren, ohne die notwendigen Informationen für die Abwicklungsplanung zu gefährden.
Zudem werden die Pillar-3-Offenlegungen verbessert, um die Erläuterung der Abwicklungsressourcen und Kapitalverteilungsgrenzen zu optimieren.
Diese Änderungen treten am 1. Januar 2027 in Kraft.
Die finalen Anpassungen basieren auf dem Feedback zu drei Konsultationspapieren, die im Juli 2025 veröffentlicht wurden.
Pragmatismus für den Finanzplatz
Die BOE zeigt mit diesen Anpassungen einen pragmatischen Ansatz, der die regulatorische Last gezielt reduziert, ohne die Stabilität zu gefährden.
Die Differenzierung nach Größe und Komplexität der Institute ist ein sinnvoller Schritt zur Förderung von Wettbewerb und Wachstum.
Dies signalisiert eine flexible Aufsicht, die sich an die Realitäten des Marktes anpasst und unnötige Bürokratie vermeidet.