BOE/Ipsos legen Methodik der Inflationserwartungs-Umfrage offen
Die Bank of England und Ipsos haben die detaillierte Methodik ihrer Inflationserwartungs-Umfrage veröffentlicht. Die Online-Befragung von 2.000 bis 2.200 britischen Erwachsenen erfolgte im Februar 2026 in zwei Wellen.
Stichprobe und Gewichtung im Fokus
Die Ipsos Online Omnibus-Umfrage zur Inflationserwartung wurde im Februar 2026 in zwei Wellen durchgeführt: vom 6. bis 11. Februar und vom 20. bis 24. Februar.
Befragt wurden jeweils etwa 2.000 bis 2.200 britische Erwachsene im Alter von 16 bis 75 Jahren über das Ipsos-eigene Panel und Partner.
Die Stichprobe wird durch Quoten für Alter, Geschlecht, Region und Arbeitsstatus kontrolliert.
Anschließend erfolgt eine Gewichtung nach Alter innerhalb des Geschlechts, sozialer Schicht innerhalb des Geschlechts, Arbeitsstatus innerhalb des Geschlechts und Region, um die Repräsentativität der nationalen Bevölkerungsprofile sicherzustellen.
Jede Welle wird separat gewichtet, bevor die Daten kombiniert werden.
Vertrauen in die Zahlen: Präzision und Grenzen
Die Veröffentlichung enthält wichtige Hinweise zur Interpretation der Daten: Rundungsdifferenzen, Summen über 100 Prozent bei Mehrfachantworten und die Bedeutung von Mittelwerten und Standardabweichungen für statistische Signifikanz.
Für die beobachteten Umfragedaten werden Konfidenzgrenzen angegeben, die bei einer Zufallsstichprobe eine 95-prozentige Sicherheit bieten.
Bei einer Stichprobe von 2.000 Erwachsenen liegt der wahre Wert für 20 Prozent Zustimmung bei plus/minus 1,8 Prozent.
Da es sich um keine echte Zufallsstichprobe handelt, wird ein Design-Faktor von 1,5 empfohlen, der die Konfidenzgrenzen entsprechend erweitert, beispielsweise von 1,8 auf 2,7 Prozentpunkte.
Methodik als Schlüssel zur Interpretation
Die detaillierte Offenlegung der Umfragemethodik stärkt die Glaubwürdigkeit der Inflationserwartungsdaten.
Insbesondere die Gewichtung und Quotenregelung sind entscheidend für die Repräsentativität der Stichprobe.
Dennoch bleiben die inhärenten Limitationen von Online-Panel-Umfragen, wie der fehlende Design-Faktor, eine Herausforderung für die statistische Präzision.