Bankenabwicklung: BOE streicht COREP13-Meldepflichten
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Bankenabwicklung: BOE streicht COREP13-Meldepflichten

Die Bank of England (BOE) hat technische Standards für die Bankenabwicklung angepasst. Mehrere COREP13-Meldepflichten für Banken werden gestrichen, die neuen Regeln treten am 1. April 2026 in Kraft.

Weniger Bürokratie für Banken

Die Bank of England (BOE) hat ein neues Instrument zur Anpassung der technischen Standards für die Bankenabwicklung veröffentlicht.

Ab dem 1. April 2026 werden mehrere zentrale Meldepflichten und die dazugehörigen Anweisungen im Rahmen des COREP13-Berichtsrahmens aufgehoben.

Dies betrifft insbesondere die Vorlagen Z 02.00 (Haftungsstruktur), Z 03.00 (Eigenmittelanforderungen), Z 04.00 (Intragruppen-Finanzverbindungen), Z 05.01 (Wichtige Gegenparteien (Verbindlichkeiten)), Z 05.02 (Wichtige Gegenparteien (außerbilanziell)) und Z 06.00 (Einlagensicherung).

Das Instrument ändert zudem Artikel 4 der Durchführungsverordnung (EU) 2018/1624 der Kommission, der die Konsolidierungsstufe für die Informationsübermittlung durch Institute und Gruppen regelt.

Ziel ist es, die Berichtspflichten zu straffen und die Belastung zu reduzieren, während die wesentliche Aufsicht für die Finanzstabilität gewahrt bleibt.

Post-Brexit-Anpassung des EU-Rechts

Das Instrument wird auf der Grundlage des Financial Services and Markets Act 2000 erlassen, insbesondere der Abschnitte 138P (Technische Standards) und 138Q (Standardinstrumente).

Es stützt sich auf die Befugnis, EU-Sekundärrecht, das Teil des assimilierten Rechts im Vereinigten Königreich geworden ist, zu ändern oder aufzuheben.

Die Durchführungsverordnung (EU) 2018/1624 der Kommission wird als solches EU-Sekundärrecht identifiziert.

Die Änderungen spiegeln den fortlaufenden Prozess des Vereinigten Königreichs wider, seinen Regulierungsrahmen nach dem Austritt aus der Europäischen Union anzupassen.

Ziel ist es, die Finanzstandards für den heimischen Markt angemessen zu halten und gleichzeitig unnötige Komplexität zu reduzieren.

Die Bank of England nutzt diese Befugnisse, um ein robustes und effizientes Regulierungsumfeld zu gewährleisten.

Technische Entlastung mit strategischer Bedeutung

Diese Anpassung ist mehr als eine technische Übung; sie ist ein klares Signal für die regulatorische Autonomie des Vereinigten Königreichs nach dem Brexit.

Die Reduzierung der Meldepflichten entlastet Banken operativ, könnte aber auch zu einer geringeren Granularität bei bestimmten Daten führen.

Für die Finanzstabilität ist es entscheidend, dass die BOE trotz Vereinfachung die notwendige Transparenz gewährleistet.