PRA schlägt flexiblere Regeln für hohe Kredit-Einkommen-Verhältnisse vor
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PRA schlägt flexiblere Regeln für hohe Kredit-Einkommen-Verhältnisse vor

Die Prudential Regulation Authority (PRA) der Bank of England schlägt flexiblere Regeln für die Vergabe von Hypotheken mit hohem Kredit-Einkommen-Verhältnis vor. Künftig könnten Banken ihre individuellen Limits überschreiten, wenn der aggregierte Marktfluss unter einer Obergrenze bleibt.

Neue Spielräume für Hypothekenvergabe

Die Prudential Regulation Authority (PRA) der Bank of England hat ein Konsultationspapier veröffentlicht, das Änderungen an den Regeln für Hypotheken mit hohem Kredit-Einkommen-Verhältnis (LTI) vorschlägt.

Bislang unterliegen Banken einer individuellen Obergrenze von 15 Prozent für solche Kredite, die auf rollierender Vier-Quartals-Basis berechnet wird.

Die neue Regelung würde es einzelnen Instituten erlauben, diese 15-Prozent-Grenze zu überschreiten, sofern der aggregierte Marktfluss von High-LTI-Krediten unter der von der Financial Policy Committee (FPC) festgelegten Obergrenze von ebenfalls 15 Prozent liegt.

Dies soll den Wettbewerb fördern und die Kreditvergabe an kreditwürdige Personen mit hohem LTI erleichtern.

Rund 43 Banken sind jährlich von der LTI-Flussobergrenze betroffen und vergeben durchschnittlich 850.000 neue Wohnungsbauhypotheken pro Jahr, was im Jahr 2025 einem Volumen von etwa 200 Milliarden Pfund entsprach.

Davon entfielen durchschnittlich 76.000 auf High-LTI-Hypotheken.

Die PRA erwartet, dass die Vorschläge zu Netto-Vorteilen für den britischen Finanzmarkt führen könnten.

Mehr Wettbewerb, weniger Bürokratie

Die PRA begründet die Vorschläge mit einer umfassenden Kosten-Nutzen-Analyse, wie vom Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) gefordert.

Erwartete Vorteile umfassen reduzierte Compliance-Kosten für Banken und erweiterte Kreditvergabemöglichkeiten für Institute, die ihre High-LTI-Kreditflüsse erhöhen möchten.

Dies soll den Wettbewerb im Hypothekenmarkt stärken und das Angebot für kreditwürdige Personen erweitern.

Direkte Kosten entstehen primär für die PRA durch die Veröffentlichung der aggregierten High-LTI-Messgröße und verstärkte Aufsichtsüberwachung.

Für Banken, die das 15-Prozent-Limit überschreiten, fallen minimale zusätzliche Kosten für die Überwachung und das Management von Anpassungsrisiken an.

Ein CBA Panel gab wertvolles Feedback, das in die Überarbeitung der Vorschläge einfloss, insbesondere hinsichtlich potenzieller Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Resilienz von Banken.

Mehr Spielraum, mehr Verantwortung

Die vorgeschlagenen Änderungen stellen einen pragmatischen Schritt dar, um die Balance zwischen Finanzstabilität und Marktflexibilität zu finden.

Sie ermöglichen Banken, auf individuelle Marktbedingungen zu reagieren, ohne die makroprudenzielle Kontrolle zu verlieren.

Gleichzeitig wird von den Instituten erwartet, dass sie ihre Risikomanagement-Praktiken für High-LTI-Kredite entsprechend anpassen.

Quelle: CP6/26 – High loan to income lending

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