PRA schlägt neue Gebührensätze für 2026/27 vor
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PRA schlägt neue Gebührensätze für 2026/27 vor

Die Prudential Regulation Authority (PRA) der Bank of England hat einen Konsultationsentwurf für die regulierten Gebühren und Abgaben für das Geschäftsjahr 2026/27 veröffentlicht. Die Vorschläge umfassen Änderungen an den periodischen Gebühren und Transaktionsgebühren für Banken und Versicherer.

Neue Sätze für Banken und Versicherer

Die Prudential Regulation Authority (PRA) schlägt eine signifikante Erhöhung der 'Future Banking Data Fee' vor, die von 0,01425 auf 0,03093 des gesamten periodischen Gebührenanteils steigt.

Diese Anpassung betrifft designierte Firmen, die als Prinzipal handeln, sowie Einlagenkreditinstitute.

Bei den periodischen Gebühren für Einlagenkreditinstitute (A1) sinken die Sätze pro Million modifizierter berechtigter Verbindlichkeiten (MELs) in den meisten Bandbreiten.

Auch für allgemeine Versicherer (A3) und Lebensversicherer (A4) werden die Sätze pro Million Brutto-Prämieneinnahmen oder besten Schätzwerten der Verbindlichkeiten angepasst, wobei die meisten Sätze leicht sinken.

Für Managing Agents bei Lloyd's (A5) sinkt der Satz pro Million aktiver Kapazität.

Die Gesellschaft von Lloyd's (A6) profitiert von einer Reduzierung ihrer Pauschalgebühr von 2.514.958,79 auf 2.462.188,09 Pfund.

Firmen, die als Prinzipal handeln (A10), sehen ebenfalls eine Senkung der Gebühren pro Million Gesamtvermögen und operativem Einkommen.

Die meisten dieser Änderungen treten ab dem 1. März 2026 in Kraft.

Kosten für Modell- und Zulassungsanträge

Die PRA passt auch die Gebühren für die Modellpflege und regulatorische Transaktionen an.

Die jährlichen Gebühren für CRR-Firmen mit internen Modellen steigen in den meisten Kategorien, insbesondere für große CRD-Kreditinstitute und UK Solvency II-Firmen.

Beispielsweise erhöht sich die Gebühr für IMA-Modelle für große CRD-Kreditinstitute.

Die Gebühren für Neuzulassungen werden ebenfalls angepasst, wobei bestimmte Anträge für Einlagenkreditinstitute oder Versicherer nun 28.150 Pfund kosten.

Auch die Gebühren für die Beantragung von CRR-Modelltypen steigen.

Die Stundensätze für spezielle Projektgebühren (SPF) für Umstrukturierungen werden ebenfalls erhöht, wobei der Satz für Manager von 300 auf 310 Pfund und für technische Spezialisten von 225 auf 230 Pfund steigt.

Routine mit weitreichenden Folgen

Die jährliche Anpassung der Gebühren ist Routine, doch die Details spiegeln die Entwicklung der Aufsichtslandschaft wider.

Besonders die Kosten für interne Modelle und Datenverarbeitung zeigen, wo die PRA Schwerpunkte setzt.

Für Finanzinstitute bedeutet dies eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung ihrer Budgetplanung an die regulatorischen Anforderungen.