Devisen-Ausschuss diskutiert ISDA-Definitionen und T+1-Umstellung
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Devisen-Ausschuss diskutiert ISDA-Definitionen und T+1-Umstellung

Die kombinierten Unterausschüsse für Operationen und Recht des London Foreign Exchange Joint Standing Committee (FXJSC) trafen sich, um Aktualisierungen zu den ISDA FX-Definitionen, der Swift-Migration und den Auswirkungen der T+1-Wertpapierabwicklung zu besprechen.

Neue ISDA FX-Definitionen und T+1-Umstellung

Die International Swaps and Derivatives Association (ISDA) bereitet die Veröffentlichung aktualisierter FX-Definitionen für März 2026 vor, mit einer Markteinführung im November 2027, abgestimmt auf ein Swift-Release.

Die Änderungen basieren auf einer Umfrage von 2023 und umfassen die Digitalisierung der Definitionen, die Integration von ISDA- und EMTA-Standards sowie wesentliche Aktualisierungen bei Lieferstörungsereignissen und Fallbacks.

Der neue Standard für Berechnungsagenten aus den Zinsdefinitionen von 2021 wird übernommen.

'Unerwartete Feiertage' werden künftig als Kalenderanpassungsereignisse bezeichnet.

Die strukturelle Vereinfachung der Matrizen soll die Abhängigkeit von Master-Bestätigungen reduzieren.

Eine zweijährige Implementierungsphase ist geplant, begleitet von umfassender Marktaufklärung und Zusammenarbeit mit Swift.

Parallel dazu diskutierte der Globale Devisenausschuss (GFXC) die Auswirkungen der Umstellung auf T+1-Wertpapierabwicklung in Großbritannien, der EU und der Schweiz auf den FX-Markt.

Ein Bericht der IOSCO zum Pre-Hedging wurde ebenfalls thematisiert.

Infrastruktur-Updates und Resilienz-Fokus

Swift hat die Migration auf ISO20022 im November 2025 erfolgreich abgeschlossen, wobei 80-90% der Systeme vorab migriert wurden und keine Probleme auftraten.

Der Fokus liegt nun auf den Cat 3-Nachrichten-Updates für die ISDA-Änderungen im November 2027.

CLS verzeichnete einen Anstieg des durchschnittlichen täglichen Volumens auf 8,5 Billionen USD und führte einen erfolgreichen jährlichen Disaster-Recovery-Test durch.

Die Expansion von CLSNet wurde pausiert, um sich auf eine USD/CNH Payment-versus-Payment (PvP)-Lösung zu konzentrieren.

Effizienzverbesserungen durch die Reduzierung der Pay-in-Grids sind geplant, und KI-Anwendungsfälle werden aktiv in einer Sandbox getestet.

Zudem wurde ein Kommunikationsrahmen für den FXJSC Operations Sub-Committee entwickelt, um bei potenziellen oder realisierten Resilienzproblemen klare Prozesse zu gewährleisten.

Dieser Rahmen wurde den Ausschussmitgliedern zur Kommentierung vorgelegt.

Marktstandards im Wandel

Die umfassenden Updates bei ISDA, Swift und CLS verdeutlichen den unaufhaltsamen Drang zur Standardisierung und Effizienz im globalen Devisenmarkt.

Die Anpassung an T+1-Settlement und die Integration von KI-Anwendungen sind nicht nur technische Notwendigkeiten, sondern strategische Imperative für die Wettbewerbsfähigkeit.

Für Marktteilnehmer bedeuten diese Veränderungen zwar erhebliche Investitionen, doch sie versprechen langfristig eine robustere und reibungslosere Abwicklung.