Resilienz im Gilt-Repo-Markt: Liquidität stärken
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Resilienz im Gilt-Repo-Markt: Liquidität stärken

Sarah Breeden von der Bank of England fordert eine Stärkung der Liquiditätsversorgung im Gilt-Repo-Markt. Dies soll strukturelle Schwachstellen beheben und die Finanzstabilität sichern.

Alte Schwachstellen, neue Risiken

Der Gilt-Repo-Markt ist ein kritisches Fundament für die Finanzstabilität und die Geldpolitik des Vereinigten Königreichs.

Frühere Krisen, wie der 'Dash for Cash' im März 2020 und die LDI-Episode 2022, haben gezeigt, wie strukturelle Schwachstellen bei der Liquiditätsversorgung Schocks verstärken und Zentralbankinterventionen erforderlich machen können.

Trotz jüngster Anzeichen von Resilienz, etwa nach dem Nahostkonflikt 2026 oder US-Handelspolitik-Ankündigungen 2025, ist zukünftige Stabilität nicht garantiert.

Insbesondere die zunehmende Präsenz von Hedgefonds, die nun schätzungsweise 60 Prozent des Sekundärmarktvolumens ausmachen und Netto-Bargeldnehmer von 85 Milliarden Pfund sind, birgt neue Risiken.

Diese gehebelten und preissensiblen Akteure können die Volatilität verstärken und grenzüberschreitende Spillover-Effekte auslösen, was die Notwendigkeit weiterer Resilienzmaßnahmen unterstreicht.

Drei Hürden für mehr Stabilität

Die Bank of England (BoE) hat ein Diskussionspapier zur Stärkung des Gilt-Repo-Marktes veröffentlicht und dabei drei zentrale Herausforderungen identifiziert.

Erstens: Die Vorteile des zentralen Clearings werden aufgrund der Fristentransformation als begrenzt angesehen.

Die BoE argumentiert jedoch, dass die Netting-Vorteile erheblich sind (81 Mrd. Pfund Reduzierung der Engagements) und mit der Marktentwicklung wachsen werden.

Zweitens: Null- oder nahezu Null-Haircuts im nicht-geclearten Markt werden als angemessen erachtet.

Die BoE sieht hier jedoch auch kommerziellen Druck und betont, dass angemessene Haircuts die Liquiditätsversorgung unterstützen.

Drittens: Die Prozyklizität von CCP-Initial-Margin-Calls könnte Liquiditätsdruck verstärken.

Die BoE hält dies für ein Merkmal, das durch Anti-Prozyklizitätsmaßnahmen und internationale Leitlinien gemildert werden kann.

Die Bank sucht weiterhin das Engagement der Branche, um maßgeschneiderte Reformen zu entwickeln.

Komplex, aber unvermeidlich

Dieser Blogbeitrag unterstreicht die unerschütterliche Entschlossenheit der Bank of England, die Finanzinfrastruktur des Vereinigten Königreichs zu stärken.

Die Debatte um Zentral-Clearing und Haircuts zeigt die Komplexität der Reformen, deren Umsetzung jedoch entscheidend für die zukünftige Krisenfestigkeit ist.

Die Aufforderung zur weiteren Branchenbeteiligung ist dabei nicht nur eine Geste, sondern ein notwendiger Schritt, um maßgeschneiderte Lösungen für den Sterling-Markt zu finden.