BOE finalisiert Governance-Code für Zahlungssysteme
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BOE finalisiert Governance-Code für Zahlungssysteme

Die Bank of England (BOE) hat einen finalen Code und ein Supervisory Statement zur Governance von Payment System Operators (RPSO) veröffentlicht. Dies folgt auf eine Konsultation von 2016 und legt verbindliche Mindestanforderungen fest.

Verbindliche Regeln für Systembetreiber

Die Bank of England hat einen verbindlichen Code für Betreiber anerkannter Zahlungssysteme (RPSO) entwickelt, die vom HM Treasury gemäß dem Banking Act 2009 anerkannt wurden.

Dieser Code, der am 21. Juni 2018 implementiert wurde, schafft Transparenz über die Mindestanforderungen, die alle RPSOs erfüllen müssen.

Bei Nichteinhaltung kann die BOE Durchsetzungsmaßnahmen gemäß den Abschnitten 196-202A des Gesetzes ergreifen.

Ergänzt wird der Code durch ein Supervisory Statement (SS), das detaillierte Erwartungen zur Einhaltung formuliert.

Obwohl die Bestimmungen des SS nicht bindend sind, dienen sie als Leitfaden für die Bewertung der Compliance durch die BOE.

Die Bank behält sich vor, zukünftig weitere Teile des Codes und zusätzliche SS zu entwickeln, die ebenfalls konsultiert werden.

Systemische Verantwortung im Fokus

Gute Governance ist entscheidend für das Risikomanagement in Zahlungssystemen.

Der Code basiert auf den Principles for Financial Market Infrastructures (PFMI) und berücksichtigt den UK Corporate Governance Code sowie PRA-Anforderungen.

Die BOE legt spezifischere Anforderungen und detailliertere Leitlinien fest, insbesondere im SS.

Ein zentrales Element ist die Anforderung, dass RPSOs als „systemische Risikomanager“ agieren müssen.

Dies bedeutet, dass sie die Auswirkungen ihrer Handlungen auf die Finanzstabilität berücksichtigen und End-to-End-Risiken, einschließlich operativer und finanzieller Risiken, managen müssen.

Die Konsultationsantworten unterstützten diese Ausrichtung, führten jedoch zu Präzisierungen, etwa zur gleichwertigen Gewichtung von Sicherheit und Effizienz sowie zur Notwendigkeit eines klaren Verständnisses der End-to-End-Risiken durch den Vorstand.

Ein längst überfälliger Schritt

Die Einführung eines verbindlichen Governance-Codes für Zahlungssysteme ist ein entscheidender Schritt zur Stärkung der Finanzstabilität.

Die BOE setzt damit klare Standards, die über internationale Prinzipien hinausgehen und die Betreiber stärker in die Pflicht nehmen.

Dies schafft zwar mehr Sicherheit, könnte aber für kleinere Akteure eine erhebliche Compliance-Last bedeuten.

Quelle: Governance: recognised payment system operators

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