Detaillierte Anweisungen zur Meldung der Leverage Ratio ab 2027
Die Bank of England (BOE) hat detaillierte Anweisungen zur Meldung der Leverage Ratio veröffentlicht. Diese treten am 1. Januar 2027 in Kraft und umfassen neun Vorlagen sowie spezifische Regeln für Derivate und bestimmte Bankentypen.
Neun Vorlagen für präzise Meldungen
Die Prudential Regulation Authority (PRA) der Bank of England (BOE) hat detaillierte Anweisungen für insgesamt neun Vorlagen zur Meldung der Leverage Ratio herausgegeben.
Diese umfassen die Berechnung der Leverage Ratio (LV47.00), alternative Behandlungen der Exposure-Messung (LV40.00, LV41.00, LV43.00) sowie spezifische Vorlagen für Sicherheiten-Swaps (LV49.00), Repurchase-Transaktionen (LV50.00, LV51.00) und internalisierte Geschäfte (LV52.00).
Die Anweisungen definieren allgemeine Konventionen wie Struktur, Nummerierung, Glossar-Definitionen und Abkürzungen.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Formeln zur Berechnung der Leverage Ratio und den Wesentlichkeitsschwellen für Derivatepositionen, die die Meldepflichten für Institute mit begrenzten Derivate-Engagements reduzieren sollen.
Institute müssen bestimmte Zellen melden, wenn ihr Derivate-Anteil 1,5% oder 2,0% übersteigt oder der Gesamtnominalbetrag der Derivate 8,8 Mrd. GBP überschreitet.
Differenzierte Anforderungen für Bankentypen
Das Regelwerk führt zusätzliche Meldepflichten für sogenannte LREQ-Firmen ein, die unter die britische Leverage-Ratio-Kapitalanforderung fallen.
Diese Institute müssen die Vorlagen LV49.00, LV50.00, LV51.00 und LV52.00 halbjährlich einreichen und in der Vorlage LV47.00 spezifische Zeilen (0530-0570) mit Durchschnittswerten, Quartalstiefs und -hochs ausweisen.
Im Gegensatz dazu sind Small Domestic Deposit Takers (SDDTs) und deren Konsolidierungsentitäten von der Meldung der Vorlagen LV40.00, LV41.00, LV43.00 und LV44.00 befreit, um ihren administrativen Aufwand zu reduzieren.
Die Anweisungen präzisieren zudem die Vorzeichenkonventionen für die Berichterstattung, wobei Beträge grundsätzlich positiv anzugeben sind, es sei denn, es handelt sich um explizit gekennzeichnete Ausnahmen oder Posten, die in Extremfällen negative Werte annehmen können.
Mehr Klarheit, mehr Komplexität
Dieses Regelwerk schafft dringend benötigte Klarheit für Banken bei der Meldung der Leverage Ratio, indem es Prozesse für einige vereinfacht und für andere detailliert.
Gleichzeitig unterstreicht die schiere Anzahl der Vorlagen und spezifischen Bedingungen die anhaltende Komplexität der Prudenzregulierung.
Während kleinere Institute von Ausnahmen profitieren, sehen sich größere Firmen mit einem erhöhten Aufwand für die Bereitstellung granularer Daten konfrontiert.
Quelle: PRA Regulatory Digest – March 2026
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