PRA strafft Bankenaufsicht: Zweijahreszyklus für Großbanken
Die britische Aufsichtsbehörde PRA stellt ihre Bankenaufsicht auf einen Zweijahreszyklus um. Ab 1. März 2026 betrifft dies größere Institute, um Prozesse effizienter zu gestalten.
Weniger ist mehr: Zweijahreszyklus für Großbanken
Die Prudential Regulation Authority (PRA) hat ihre Aufsichtsprioritäten für 2026 veröffentlicht und plant eine Straffung der Prozesse.
Kernstück ist die Umstellung einiger Aufsichtsaktivitäten, darunter die Periodischen Zusammenfassenden Sitzungen (PSMs), auf einen Zweijahreszyklus.
Ab dem 1. März 2026 werden größere Institute von dieser Änderung betroffen sein.
Ziel ist es, die Abläufe effizienter zu gestalten und sowohl den Firmen als auch den Aufsichtsbeamten zu ermöglichen, ihre Ressourcen gezielter auf die Identifizierung und Behebung von Schlüsselrisiken zu konzentrieren.
Sam Woods, stellvertretender Gouverneur für Prudential Regulation und CEO der PRA, erklärte: "Wir aktualisieren unseren Ansatz, indem wir von einem jährlichen zu einem zweijährigen Aufsichtszyklus für Unternehmen übergehen.
Dies wird es uns ermöglichen, unsere Abläufe effizienter zu gestalten und die Interaktionen der Unternehmen mit der PRA zu optimieren.
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Beschleunigung und Modernisierung
Neben dem Zweijahreszyklus führt die PRA weitere Maßnahmen zur Straffung ein.
Dazu gehören die Beschleunigung der Bearbeitungszeiten für Anträge von Senior Managern, Neugründungen von Firmen und Vorabgenehmigungen für interne Rating-basierte Modelländerungen.
Weiterhin wird ein neues britisches Captive-Regime für Versicherer entwickelt, mit einer Konsultation im Sommer 2026 und einer geplanten Einführung im Jahr 2027.
Auch die Berichterstattung soll durch das "Future Banking Data"-Projekt modernisiert werden.
Diese Initiativen bauen auf früheren Reformen auf, wie der Vereinfachung der Kapitalanforderungen für kleinere Firmen durch "Strong and Simple".
Effizienz vor Frequenz
Die PRA reagiert mit diesen Anpassungen pragmatisch auf die gestiegenen Anforderungen an die Aufsicht.
Durch die Konzentration auf einen längeren Zyklus kann sie ihre Ressourcen effektiver einsetzen und den Fokus auf substanzielle Risiken legen.
Für die beaufsichtigten Institute bedeutet dies eine spürbare Entlastung von administrativen Pflichten und eine proportionalere Interaktion mit der Behörde.