PRA-Panel stärkt Kosten-Nutzen-Analyse der Regulierung
Das Kosten-Nutzen-Analyse-Panel der PRA hat seinen Jahresbericht 2025/26 vorgelegt. Es stärkte die Methodik der Kosten-Nutzen-Analyse und beriet bei acht Prüfungen, um die Einbindung in die Politikgestaltung zu verbessern.
Frühe Einbindung stärkt Kosten-Nutzen-Analyse
Das Kosten-Nutzen-Analyse-Panel der PRA (CBA-Panel) agiert als „kritischer Freund“ und bietet unabhängige Beratung zur Stärkung der Analyse vor finalen Entscheidungen.
Im Berichtsjahr evaluierte es acht Kosten-Nutzen-Analysen (CBAs) in den Bereichen Banken, Versicherungen und Finanzmarktinfrastrukturen (FMIs).
Ein zentrales Anliegen war die frühzeitige Verankerung der CBA im gesamten Politikgestaltungsprozess, anstatt sie lediglich als abschließenden Prüfmechanismus zu betrachten.
Dies ist besonders wichtig für Politiken, deren Nutzen sich nicht immer monetär quantifizieren lässt.
Das Panel vereinbarte im März 2025 eine gemeinsame Roadmap mit der PRA und der Bank of England, um die Ansätze zur CBA-Anwendung zu verbessern.
Durch die frühe Einbindung in fünf CBA-Entwicklungen konnte die Qualität der Analysen erheblich gesteigert werden.
Transparenz und Schwellenwerte im Fokus
Das Panel befasste sich intensiv mit methodischen Fragen, einschließlich der Transparenz des Standard-Kostenmodells (SCM) der PRA zur Schätzung von Compliance-Kosten.
Es forderte eine klarere Kommunikation der Annahmen und Parameter und unterstützte die Initiative, externe Ansichten zum SCM einzuholen.
Zudem überprüfte das Panel den Wesentlichkeitsschwellenwert für PRA-CBAs von +/- 10 Mio. Pfund direkter Auswirkungen und bestätigte dessen Wirksamkeit.
Dieser Schwellenwert stellt sicher, dass das Panel sich auf die wichtigsten Policy-Vorschläge konzentrieren kann, während für FMIs weiterhin alle CBAs ohne Schwellenwert geprüft werden.
Komplex, aber auf dem richtigen Weg
Die Kosten-Nutzen-Analyse in der Aufsichtsregulierung bleibt eine komplexe Aufgabe, insbesondere bei schwer quantifizierbaren, langfristigen Auswirkungen.
Trotz dieser Herausforderungen zeigt der Jahresbericht eine positive Entwicklung und eine stärkere Einbindung des Panels in den gesamten Policy-Prozess.
Dies ist entscheidend, um die Qualität und Transparenz der Regulierung zu verbessern, auch wenn die Messung des Erfolgs weiterhin anspruchsvoll bleibt.