Regulierte Gebühren für 2026/27 steigen um 3 Prozent
Die Bank of England (BOE) hat ihre Gebühren und Abgaben für 2026/27 festgelegt. Die Gesamtkosten steigen um 3 Prozent, um die operativen Ausgaben der Bank zu decken.
Operative Kosten steigen um 3 Prozent
Die Bank of England (BOE) finanziert fast 97 Prozent ihrer operativen Kosten über Abgaben und Gebühren, darunter die BOE-Abgabe, die PRA-Abgabe und die FMI-Abgabe.
Für das Finanzjahr 2026/27 ist das operative Gesamtbudget der Bank und die damit verbundenen Kernabgaben auf einen Anstieg von maximal 3 Prozent begrenzt, was der erwarteten Inflationsrate (CPI) entspricht.
Die operativen Kosten der Bank und die entsprechenden Kernabgaben, die diese finanzieren, werden im Vergleich zu 2025/26 um 3 Prozent steigen.
Innerhalb dieser 3-Prozent-Grenze verschieben sich die einzelnen Abgaben, um strategische operative Investitionsprioritäten und die laufenden Betriebskosten der Bank auszugleichen.
Die BOE-Abgabe (operative Kostenkomponente) steigt von 328 Millionen Pfund auf 353 Millionen Pfund (plus 8 Prozent), während die PRA-Abgabe von 350 Millionen Pfund auf 345 Millionen Pfund (minus 1 Prozent) sinkt.
Die FMI-Abgabe bleibt mit 18 Millionen Pfund stabil (plus 3 Prozent).
Die gesamten Kernabgaben, die innerhalb der CPI-Grenze liegen, steigen von 695 Millionen Pfund auf 715 Millionen Pfund.
Übergangskosten belasten Banken zusätzlich
Zusätzlich zu den operativen Kosten enthält die BOE-Abgabe eine Anpassung, die den Übergang vom alten Cash Ratio Deposit (CRD)-Finanzierungsmodell widerspiegelt.
Im März 2024 wurden die nicht zinstragenden CRD-Einlagen von Finanzinstituten in zinstragende Zentralbankreserven umgewandelt.
Um sicherzustellen, dass die Finanzierung der Bank nicht durch Marktzinsbewegungen beeinflusst wird, wurde ein Übergangsanpassungsmechanismus vereinbart.
Wenn der Leitzins der Bank den Ertrag des entsprechenden CRD-Gilt-Portfolios übersteigt, muss das Finanzsystem die 'überschüssigen' Zinsen über eine 'Cost of Transition'-Anpassung an die BOE-Abgabe zurückzahlen.
Für 2026/27 belaufen sich diese Übergangskosten auf 307 Millionen Pfund, zuzüglich einer Vorjahresanpassung von 40 Millionen Pfund.
Die gesamte BOE-Abgabe für 2026/27 ist auf 700 Millionen Pfund festgesetzt.
Dies beinhaltet 357 Millionen Pfund für operative Politik-Kosten und 343 Millionen Pfund für die Übergangskosten, die sich aus den erwarteten Zinsdifferenzen ergeben.
Versteckte Kosten für die Industrie
Die neuen Gebühren der Bank of England sind mehr als eine reine Kostenanpassung.
Insbesondere die 'Cost of Transition' aus dem alten CRD-Schema stellt eine erhebliche Zusatzbelastung für die Finanzindustrie dar, die über die eigentlichen operativen Kosten hinausgeht.
Dies unterstreicht die Notwendigkeit transparenter und stabiler Finanzierungsmechanismen für Zentralbanken, um unerwartete Belastungen für den Sektor zu vermeiden.