DWF-Preis gesenkt: Bank of England stärkt Liquiditätsrahmen für Resilienz
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DWF-Preis gesenkt: Bank of England stärkt Liquiditätsrahmen für Resilienz

Die Bank of England senkt und fixiert den Preis ihrer Discount Window Facility (DWF). Damit stärkt sie die Rolle des Instruments als zugängliches On-Demand-Tool und fördert die Resilienz des Sterling Monetary Framework.

Neues Preissystem für die Discount Window Facility

Die Bank of England (BoE) hat den Preis ihrer Discount Window Facility (DWF) gesenkt und fixiert, um ihre Rolle als zugängliches On-Demand-Tool zu stärken.

Diese Anpassung soll Anreize für ein umsichtiges Liquiditätsmanagement aufrechterhalten und eine Disintermediation privater Märkte vermeiden.

Die Entscheidung folgt auf eine Überprüfung der Operational Standing Facility (OSF) im Dezember und wird durch jüngste Mitteilungen der Prudential Regulation Authority (PRA) zur Modernisierung der Liquiditätsregulierung unterstützt.

Parallel dazu verbessert die BoE ihre operative Infrastruktur, optimiert Sicherheitenprozesse und führt ein neues Sterling Markets Auction and Repo Trading System (SMARTS) ein, um die Interaktion der Firmen mit den Fazilitäten zu modernisieren.

Die Kernbotschaft bleibt: Resilienz hängt von der operativen Bereitschaft der Firmen ab, Repo-Geschäfte im Sterling Monetary Framework sicher durchzuführen.

Vom Überfluss zur gezielten Steuerung der Reserven

Der Übergang zu einem Umfeld mit weniger reichlichen Reserven schreitet voran, wobei die Nutzung der marktweiten Fazilitäten breiter und normaler wird.

Das Short-Term Repo (STR) erreicht regelmäßig rund 100 Milliarden Pfund, mit typischerweise über 30 Bietern pro Auktion.

Die Indexed Long-Term Repo (ILTR)-Nutzung liegt bei etwa 70 Milliarden Pfund, mit rund 80 teilnehmenden Firmen.

Ein Großteil der verbleibenden Ziehungen aus dem Term Funding Scheme with additional incentives for SMEs (TFSME) wurde bis Oktober letzten Jahres zurückgezahlt, wodurch der ausstehende Bestand von einem Höchststand von 193 Milliarden Pfund im Jahr 2021 auf nur noch 42 Milliarden Pfund sank.

Die Reservenabflüsse werden nun hauptsächlich durch Quantitative Tightening (QT) bestimmt.

Die jüngste Schätzung der Preferred Minimum Range of Reserves (PMRR) liegt bei 365 bis 515 Milliarden Pfund, unter dem aktuellen Reservenbestand von rund 640 Milliarden Pfund.

Bereit zum Repo: Ein Signal an die Banken

Die Anpassung der DWF-Preise ist ein pragmatischer Schritt, der die Notwendigkeit flexibler Liquidität in einem sich wandelnden Umfeld anerkennt.

Sie signalisiert den Banken, dass die BoE ihre bilateralen Fazilitäten als integralen Bestandteil des Liquiditätsmanagements betrachtet, ohne private Märkte zu verdrängen.

Die Betonung der 'Ready to Repo'-Bereitschaft unterstreicht die Verschiebung hin zu einem nachfrageorientierten System, in dem die operative Fähigkeit der Firmen entscheidend ist.