BOE-Studie: Bankkapital-Kosten belasten Firmenkredite
Eine neue BOE-Studie bestätigt die zentralen Erkenntnisse von 2017: Banken geben die Kosten höherer Eigenkapitalanforderungen primär an Unternehmenskunden weiter. Die Durchleitungsraten bleiben stabil bei 7 bis 10 Basispunkten pro Prozentpunkt Kapitalerhöhung.
Kapitalkosten: Firmenkredite tragen die Last
Trotz tiefgreifender Veränderungen im britischen Bankensystem, darunter Post-Krisen-Reformen und die außergewöhnlichen Bedingungen der COVID-19-Periode, bleiben die zentralen Ergebnisse der BOE-Analyse bemerkenswert robust.
Banken leiten die Kosten für höheres Kapital weiterhin vorwiegend an Unternehmenskreditnehmer weiter, nicht an private Hypothekarkreditnehmer.
Aktualisierte Schätzungen deuten auf Durchleitungsraten von etwa 7 bis 10 Basispunkten bei den Spreads für Unternehmenskredite für jeden Anstieg der Kapitalquoten um 1 Prozentpunkt hin.
Dies ist weitgehend konsistent mit den früheren Schätzungen von etwa 10 bis 12 Basispunkten.
Die Langzeitbeziehung zwischen risikobasierten Kapitalquoten und Hypotheken-Spreads bleibt statistisch insignifikant, was mit den Ergebnissen von 2017 übereinstimmt.
Unternehmenskredit-Spreads passen sich schneller an das Gleichgewicht an als Hypotheken-Spreads, was die Annahme stützt, dass Banken sich bei der Steuerung höherer Kapitalquoten zuerst auf die Anpassung von Krediten mit höheren regulatorischen Risikogewichten konzentrieren.
Warum Firmenkredite stärker reagieren
Banken finanzieren die Kreditvergabe mit einer Mischung aus Einlagen, Großhandelsfinanzierungen und Eigenkapital.
Steigen die Kapitalanforderungen, passen Banken ihre Bilanzen an, um einen freiwilligen Puffer über dem Minimum zu halten.
Dies geschieht durch Kapitalbeschaffung, Vermögensschrumpfung, Änderung der Zusammensetzung risikogewichteter Aktiva oder Anpassung von Preisgestaltung und Zusammensetzung der Kreditvergabe.
Da Unternehmenskredite tendenziell risikoreicher sind, höhere regulatorische Risikogewichte anziehen und kurzfristiger sind als Hypotheken, neigen Banken dazu, die Spreads für Unternehmenskredite anzupassen, um ihre Kapitalposition zu optimieren.
Dieser Fokus untermauert den 'Unternehmenskreditkanal', über den Änderungen in der Aufsichtspolitik die Realwirtschaft beeinflussen können.
Die Aktualisierung des VECM-Modells mit Daten bis 2024, einschließlich der COVID-19-Periode, zeigt, dass die Langzeitbeziehungen stabil bleiben.
Kurzfristige Reaktionen unterscheiden sich jedoch, wenn COVID-Beobachtungen einbezogen werden, was die extreme wirtschaftliche Erschütterung von 2020–21 widerspiegelt.
Robuste Erkenntnisse für die Aufsicht
Die aktualisierte Analyse bestätigt die Eignung des PRA-Ansatzes zur Kosten-Nutzen-Bewertung von Kapitalanforderungen.
Die Stabilität der Durchleitungsraten liefert eine verlässliche Benchmark für die Beurteilung der Kapitalniveaus von Banken.
Dies stärkt die Urteilsfähigkeit der Aufsichtsbehörde hinsichtlich der Angemessenheit von Eigenkapital und Risikogewichten.