BOJ-Umfrage: Japanischer Anleihemarkt weiterhin eingeschränkt
Die jüngste Umfrage der Bank of Japan zeigt, dass die Funktionsfähigkeit des japanischen Staatsanleihemarktes weiterhin als 'nicht sehr hoch' eingeschätzt wird. Gleichzeitig prognostizieren die Teilnehmer einen Anstieg der langfristigen Zinsen bis März 2028.
Funktionsfähigkeit weiterhin eingeschränkt
Die Umfrage der Bank of Japan unter 76 Marktteilnehmern zeigt ein durchwachsenes Bild der Funktionsfähigkeit des japanischen Staatsanleihemarktes (JGB-Markt).
68 Prozent der Befragten bewerten die aktuelle Funktionsfähigkeit als 'nicht sehr hoch', weitere 28 Prozent sogar als 'niedrig'.
Lediglich 4 Prozent sehen eine 'hohe' Funktionsfähigkeit.
Im Vergleich zu vor drei Monaten hat sich die Situation kaum verbessert: 87 Prozent gaben an, dass sich die Funktionsfähigkeit 'nicht wirklich verbessert' habe.
Auch bei der Liquidität zeigen sich Schwächen: 33 Prozent der Teilnehmer beschreiben die Geld-Brief-Spanne als 'weit', und 39 Prozent sehen die Ordergröße als 'klein'.
Die Fähigkeit, zu erwarteten Preisen oder Losgrößen zu handeln, wird ebenfalls von einer Mehrheit als eingeschränkt oder nicht gegeben beurteilt.
Markt erwartet steigende Langfristzinsen
Trotz der aktuellen Herausforderungen im Anleihemarkt erwarten die Teilnehmer einen deutlichen Anstieg der langfristigen Zinsen.
Die durchschnittliche Prognose für die Rendite zweijähriger JGBs steigt von 1,29 Prozent Ende März 2026 auf 1,69 Prozent Ende März 2028.
Bei zehnjährigen JGBs wird ein Anstieg von durchschnittlich 2,29 Prozent auf 2,55 Prozent im gleichen Zeitraum erwartet.
Für die 30-jährigen JGBs liegt die Prognose bei 3,63 Prozent Ende März 2026 und 3,69 Prozent Ende März 2028.
Die Mehrheit der Befragten sieht die Rendite zehnjähriger JGBs Ende März 2027 zwischen 2,51 und 2,75 Prozent, mit einer signifikanten Wahrscheinlichkeit für Werte über 3,01 Prozent bis März 2028.
Quelle: Bond Market Survey (February 2026)
IN: