JGB-Käufe reduziert, Inflation sinkt unter 2 Prozent
Die Bank of Japan (BOJ) reduzierte im Januar 2026 ihre monatlichen Anleihekäufe um 400 Mrd. Yen. Gleichzeitig prognostiziert sie einen Inflationsrückgang unter 2 Prozent im ersten Halbjahr 2026.
BOJ reduziert Anleihekäufe, Inflation im Blick
Die Bank of Japan (BOJ) reduzierte im Januar 2026 ihre monatlichen Käufe japanischer Staatsanleihen (JGB) um 400 Mrd. Yen auf rund 2,9 Bio. Yen.
Dies erfolgte gemäß dem im Juni 2025 beschlossenen Reduktionsplan.
Der unbesicherte Übernacht-Call-Satz verblieb im Intermeeting-Zeitraum bei rund 0,75 Prozent.
Die japanische Wirtschaft erholte sich moderat, zeigte jedoch teilweise Schwäche, insbesondere bei Exporten, die von US-Zöllen beeinflusst wurden.
Die Industrieproduktion stagnierte, während Unternehmensgewinne hoch und Investitionen moderat anstiegen.
Der private Konsum zeigte sich trotz Preissteigerungen widerstandsfähig.
Die Kerninflation (ohne frische Lebensmittel) lag zuletzt bei etwa 2,5 Prozent und wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 unter 2 Prozent fallen, unterstützt durch nachlassende Nahrungsmittelpreise und staatliche Energiemaßnahmen.
Gemischtes Bild der Weltwirtschaft
Die Überseemärkte zeigten insgesamt moderates Wachstum, mit solider Entwicklung in den USA, aber anhaltender Schwäche in Europa und einer Verlangsamung in China, bedingt durch Zölle und den Immobilienmarkt.
Die globale KI-bezogene Nachfrage wird als zukünftiger Wachstumstreiber erwartet, jedoch bleiben Unsicherheiten bezüglich Handelspolitik und Chinas Wirtschaft.
Die Finanzmärkte in Japan waren akkommodierend, mit negativen Realzinsen und gestiegenen Finanzierungskosten für Unternehmen.
Die Kreditnachfrage nahm moderat zu, während die Kreditvergabe der Finanzinstitute entgegenkommend war.
Das japanische Finanzsystem blieb insgesamt stabil, mit gestiegenen Gewinnen bei Groß- und Regionalbanken, insbesondere durch höhere Nettozinserträge.
Vorsichtige Normalisierung
Die BOJ verfolgt einen sehr schrittweisen Ansatz zur Beendigung ihrer ultralockeren Geldpolitik, wie die Reduktion der JGB-Käufe zeigt.
Während die Inflation voraussichtlich sinken wird, bleibt die zugrunde liegende wirtschaftliche Erholung fragil, insbesondere angesichts externer Handelspolitikeffekte.
Diese vorsichtige Haltung unterstreicht, dass die BOJ Stabilität über aggressive Politikwechsel stellt und die anhaltenden Unsicherheiten berücksichtigt.