BOJ erwartet moderate Wirtschaftserholung und Inflation unter 2 Prozent
Die Bank of Japan (BoJ) prognostiziert eine moderate Wirtschaftserholung Japans, getragen von globalem Wachstum und staatlichen Maßnahmen. Die Inflation (ohne frische Lebensmittel) dürfte im ersten Halbjahr 2026 unter 2 Prozent fallen, bevor sie sich dem Zielwert annähert.
Wirtschaft wächst moderat, Inflation fällt temporär
Japans Wirtschaft wird voraussichtlich moderat wachsen, gestützt durch die Erholung der Überseemärkte und eine sich verstärkende Tugendspirale von Einkommen zu Ausgaben.
Staatliche Wirtschaftsmaßnahmen und akkommodierende Finanzbedingungen tragen ebenfalls dazu bei, wobei Handels- und andere Politiken die Wirtschaft beeinflussen.
Die jährliche Teuerungsrate des Verbraucherpreisindex (VPI, ohne frische Lebensmittel) dürfte im ersten Halbjahr 2026 auf unter 2 Prozent sinken.
Dies liegt am Nachlassen der Effekte steigender Lebensmittelpreise und staatlichen Preisdämpfungsmaßnahmen.
Dennoch wird der Mechanismus eines moderaten Lohn-Preis-Anstiegs aufrechterhalten.
Die zugrunde liegende VPI-Inflation wird moderat weiter ansteigen.
Im weiteren Verlauf der Projektionsperiode führen wachsender Arbeitskräftemangel und steigende mittel- bis langfristige Inflationserwartungen dazu, dass die VPI-Inflation allmählich zunimmt und in der zweiten Hälfte des Projektionszeitraums das Preisstabilitätsziel erreicht.
Revidierte Wachstumsprognosen, stabile Inflation
Die Prognosen für das reale BIP-Wachstum für die Fiskaljahre 2025 und 2026 wurden aufgrund staatlicher Wirtschaftsmaßnahmen leicht angehoben; die Rate für 2027 ist jedoch etwas niedriger.
Die prognostizierten jährlichen Anstiegsraten des VPI (ohne frische Lebensmittel) bleiben gegenüber dem vorherigen Ausblick weitgehend unverändert.
Der VPI-Ausblick hängt von stabil angenommenen Rohölpreisen und staatlichen Maßnahmen ab, die den VPI in den Fiskaljahren 2025 und 2026 dämpfen werden, etwa Energiepreis-Entlastungen.
Die sich verbessernde Produktionslücke und die sich verschärfenden Arbeitsmarktbedingungen führen zu einem stärkeren Aufwärtsdruck auf Löhne und Preise.
Zwischen Zuversicht und globalen Schatten
Dieser Ausblick zeichnet ein Bild vorsichtigen Optimismus, doch die Abhängigkeit von staatlichen Maßnahmen und externen Faktoren ist bemerkenswert.
Während die zugrunde liegende Inflation voraussichtlich zum Ziel konvergiert, unterstreicht die anfängliche Verlangsamung unter 2 Prozent anhaltende disinflationäre Kräfte.
Die Risikobetrachtung, insbesondere die Auswirkungen von Handelspolitiken und geopolitischen Spannungen, unterstreicht die Fragilität der globalen Erholung.