BoJ reduziert JGB-Käufe schrittweise
Die Bank of Japan (BoJ) reduziert ihre monatlichen Käufe japanischer Staatsanleihen (JGBs) schrittweise. Bis März 2027 sinkt das Volumen vierteljährlich um rund 200 Milliarden Yen, danach stabilisiert es sich bei 2 Billionen Yen pro Monat.
Schrittweiser Rückzug vom Markt
Die Bank of Japan (BoJ) setzt ihren im Juni 2025 beschlossenen Plan zur Reduzierung der Anleihekäufe konsequent fort.
Bis zum ersten Quartal 2027 (Januar bis März) wird das geplante monatliche Volumen der JGB-Käufe prinzipiell um etwa 200 Milliarden Yen pro Kalenderquartal gesenkt.
Dies bedeutet eine stetige, aber moderate Verringerung der BoJ-Präsenz am Markt für japanische Staatsanleihen.
Ab April 2027 wird die BoJ dann monatlich rund 2 Billionen Yen an JGBs erwerben, was eine deutliche Anpassung gegenüber früheren Phasen expansiver Geldpolitik darstellt.
Dieser Schritt soll die Funktionsweise und Stabilität der JGB-Märkte verbessern, indem er eine größere Rolle für die Marktkräfte ermöglicht.
Langfristig wird erwartet, dass der JGB-Bestand der Bank bis März 2030 um etwa 36 bis 39 Prozent im Vergleich zum Stand vor der Reduzierung im Juni 2024 sinken wird, vorausgesetzt, das monatliche Kaufvolumen wird bei etwa 2 Billionen Yen beibehalten.
Flexibilität trotz klarem Kurs
Trotz des klaren Reduktionsplans behält sich die BoJ eine hohe Flexibilität vor.
Grundsätzlich sollen die langfristigen Zinsen an den Finanzmärkten gebildet werden.
Die BoJ betont jedoch, dass sie JGB-Käufe auf vorhersehbare Weise durchführen wird, gleichzeitig aber ausreichend Flexibilität zulässt, um die Stabilität der JGB-Märkte zu unterstützen.
Im Falle eines raschen Anstiegs der langfristigen Zinsen wird die Bank agil reagieren, beispielsweise durch eine Erhöhung des JGB-Kaufvolumens.
Zudem ist die BoJ bereit, das Tempo ihrer JGB-Käufe bei den geldpolitischen Sitzungen anzupassen, falls dies unter Berücksichtigung der grundlegenden Kaufprinzipien und der Entwicklungen an den JGB-Märkten als notwendig erachtet wird.