BOJ-Studie: Lohn- und Preiserwartungen von Haushalten stärker verknüpft
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BOJ-Studie: Lohn- und Preiserwartungen von Haushalten stärker verknüpft

Eine neue Studie der Bank of Japan (BOJ) zeigt, dass die Erwartungen japanischer Haushalte an Lohnwachstum und Preisinflation in den letzten Jahren enger miteinander verknüpft sind. Dies hat Auswirkungen auf das Konsumverhalten und das nachhaltige Wirtschaftswachstum.

Stärkere Verknüpfung in Japans Haushalten

Eine quantitative Analyse von Mikrodaten japanischer Haushalte zeigt eine zunehmende Verbindung zwischen Lohnwachstums- und Preisinflationserwartungen.

Diese Verknüpfung hat sich in den letzten Jahren verstärkt.

Die Heterogenität des Zusammenhangs ist statistisch signifikant mit den Arbeitsmarktbedingungen der einzelnen Haushalte – wie Arbeitsmarktenge und Arbeitsmobilität – sowie deren Einkommensniveaus und Gewerkschaftsmitgliedschaft verbunden.

Japans Arbeitsmarkt erlebt aufgrund der Bevölkerungsalterung eine allmähliche Verringerung des Spielraums für zusätzliches Arbeitsangebot.

Solche strukturellen Faktoren könnten zur jüngsten Stärkung der Verknüpfung beigetragen haben.

Die Studie ist die erste ihrer Art für Japan und nutzt einen langen Datensatz bis 2001, um Verschiebungen vor und nach der COVID-19-Pandemie zu untersuchen.

Konsumverhalten und makroökonomische Folgen

Haushalte mit einer stärkeren Verknüpfung zwischen Lohn- und Preiserwartungen neigen dazu, auch in Zeiten steigender Preise eine relativ stärkere Konsumbereitschaft beizubehalten.

Ihre erwarteten Realeinkommensrückgänge sind begrenzter.

Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung einer angemessenen Verknüpfung von Lohnwachstums- und Preisinflationserwartungen für die Aufrechterhaltung des Konsums und das Erreichen eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums.

Die Studie leistet einen Beitrag zur Literatur, indem sie erstmals für Japan den Bildungsmechanismus von Lohnerwartungen untersucht und dabei einen einzigartigen, langjährigen Datensatz mit reichen Informationen über die Befragtenattribute nutzt.