Japans Dienstleistungspreise steigen im Januar um 2,6 Prozent
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Japans Dienstleistungspreise steigen im Januar um 2,6 Prozent

Der Dienstleistungsproduzentenpreisindex (DPPI) in Japan stieg im Januar 2026 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch ohne internationale Transporte lag der Anstieg bei 2,6 Prozent.

Stabiler Anstieg über alle Sektoren

Japans Dienstleistungsproduzentenpreise (DPPI) zeigten im Januar 2026 einen jährlichen Anstieg von 2,6 Prozent.

Dieser Wert, der sowohl für den Gesamtindex (111,9 Punkte, CY2020=100) als auch für den Index ohne internationale Transporte (111,6 Punkte) gilt, unterstreicht einen anhaltenden Preisdruck im Dienstleistungssektor.

Die größten Beiträge zum jährlichen Anstieg kamen von 'Sonstigen Dienstleistungen' mit 1,16 Prozentpunkten, gefolgt von 'Information und Kommunikation' (0,50 Prozentpunkte) und 'Leasing und Vermietung' (0,34 Prozentpunkte).

Auch 'Werbedienstleistungen' (0,19 Prozentpunkte), 'Finanz- und Versicherungsdienstleistungen' (0,14 Prozentpunkte) und 'Immobiliendienstleistungen' (0,13 Prozentpunkte) trugen signifikant bei.

Besonders hervorzuheben sind die hohen jährlichen Veränderungen in spezifischen Untergruppen wie Hotels (4,5 Prozent), Bau- und Architekturdienstleistungen (5,4 Prozent) sowie Softwareentwicklung (4,3 Prozent), die den breiten Charakter des Preisanstiegs verdeutlichen.

Breite Basis des Preisdrucks

Der aktuelle Anstieg von 2,6 Prozent im Januar 2026 folgt auf eine leichte Abschwächung gegenüber dem Dezember 2025, als der jährliche Anstieg ebenfalls 2,6 Prozent betrug, nach 2,7 Prozent im November.

Im Jahresverlauf 2025 bewegte sich der DPPI (alle Posten) zwischen 2,7 und 3,4 Prozent, was auf eine stabile, wenn auch leicht volatile Entwicklung hindeutet.

Einige Sektoren zeigten im Januar bemerkenswerte monatliche Veränderungen der jährlichen Veränderungen: Hotels verzeichneten einen Rückgang von -0,11 Prozentpunkten, während Softwareentwicklung um 0,02 Prozentpunkte zulegte.

Diese Dynamik unterstreicht die heterogenen Entwicklungen innerhalb des Dienstleistungssektors, die die BoJ genau beobachten dürfte.

Der Index für Dienstleistungen mit hohem Arbeitskostenanteil stieg um 3,0 Prozent, jener mit niedrigem Anteil um 2,0 Prozent.

Stetiger Druck, aber kein Sprung

Die anhaltend hohen Dienstleistungspreise sind ein klares Signal für die BoJ, dass der Inflationsdruck breit verankert ist und nicht nur von externen Faktoren herrührt.

Obwohl der Anstieg im Januar stabil blieb und keine weitere Beschleunigung zeigte, dürfte dies die Argumente für eine vorsichtige Normalisierung der Geldpolitik untermauern.

Ein abrupter Kurswechsel ist angesichts dieser Daten unwahrscheinlich, vielmehr wird die BoJ den weiteren Verlauf genau beobachten.

Quelle: Services Producer Price Index (Jan.)

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