Inflationsrisiken und Yen-Abwertung prägen BOJ-Politikdebatte
Die Mitglieder des BOJ-Rats diskutierten auf ihrer Sitzung vom 22. und 23. Januar 2026 die moderate Wirtschaftserholung Japans und die anhaltenden Inflationsrisiken. Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit weiterer Zinsanpassungen angesichts der Yen-Abwertung.
Yen-Abwertung und hartnäckige Inflation
Japans Wirtschaft erholt sich moderat, obwohl in Teilen Schwäche sichtbar ist.
Die globale Wirtschaft wird 2026 voraussichtlich einen Wandel durchlaufen, angetrieben durch KI-Investitionen und akkommodierende Politik weltweit.
Während Energie- und Lebensmittelpreise voraussichtlich allmählich sinken, wird die zugrunde liegende Inflation moderat steigen und mittelfristig das Preisstabilitätsziel erreichen.
Die Yen-Abwertung treibt Gewinne und Löhne großer Firmen an, belastet jedoch kleine und mittlere Unternehmen und könnte die Ungleichheit verstärken.
Die Preisbildung in Japan hat sich signifikant verändert, wobei die Weitergabe höherer Importpreise durch die Yen-Abwertung stärker ausgeprägt ist.
Dies erfordert erhöhte Aufmerksamkeit auf Wechselkurseffekte, da eine weitere Abwertung den Rückgang der VPI-Rate verlangsamen oder sogar umkehren könnte.
Der Haupttreiber der Preissteigerungen hat sich auf Personalkosten verlagert, was die Inflation hartnäckiger macht.
Der Weg zur Normalisierung der Geldpolitik
Trotz der Zinsanhebung im Dezember bleiben die finanziellen Bedingungen akkommodierend.
Der BOJ-Rat ist der Ansicht, dass die erhöhte Zinslast von den Unternehmen weitgehend absorbiert wird.
Angesichts der weltweit niedrigsten realen Leitzinsen Japans und der anhaltenden Yen-Abwertung wird es als angemessen erachtet, den Leitzins weiter anzuheben und den Grad der geldpolitischen Akkommodierung anzupassen.
Die zugrunde liegende Inflation nähert sich stetig dem Zwei-Prozent-Ziel.
Es wird betont, dass die BOJ die Politik sorgfältig und zeitnah anpassen muss, um nicht hinter die Kurve zu geraten.
Die Volatilität an den JGB-Märkten, insbesondere bei sehr langlaufenden Anleihen, gibt Anlass zur Sorge und erfordert flexible Reaktionen bei außergewöhnlichen Umständen.
Der Druck wächst, die Geduld schwindet
Die Meinungszusammenfassung zeigt einen klaren Konsens im BOJ-Rat, dass die Zeit für weitere Zinsanhebungen reif ist, um den Inflationsdruck und die Yen-Abwertung zu adressieren.
Trotz der Betonung der Datenabhängigkeit signalisiert die Dringlichkeit in den Kommentaren, dass die BOJ bereit ist, schneller zu handeln als bisher.
Dies deutet auf eine bevorstehende Normalisierung hin, die jedoch weiterhin vorsichtig kommuniziert wird, um Marktstörungen zu vermeiden.