BOJ-Rat uneins über Zinsanhebung und Anleihekäufe
Der EZB-Rat der Bank of Japan debattierte auf seiner Sitzung vom 15. und 16. Juni 2026 über eine Anhebung des Leitzinses und die Einstellung der Reduzierung von Staatsanleihekäufen. Die Meinungen waren geteilt, was die unterschiedlichen Einschätzungen zu Inflationsrisiken und Marktstabilität widerspiegelt.
Inflationstreiber und AI-Boom
Japans Wirtschaft erholt sich moderat, zeigt jedoch teilweise Schwäche, beeinflusst durch die Lage im Nahen Osten.
Trotzdem stützen robuste Unternehmensgewinne, angetrieben durch starke KI-bezogene Nachfrage, sowie solide Lohnsteigerungen das Wachstum.
Die zugrunde liegende Verbraucherpreisinflation (CPI) dürfte allmählich ansteigen und bis Ende Fiskaljahr 2026 oder Fiskaljahr 2027 das Preisstabilitätsziel von 2 Prozent erreichen.
Allerdings besteht das Risiko, dass die Kerninflation aufgrund der schnellen Weitergabe von Preiserhöhungen im Business-to-Business-Bereich und steigender Inflationserwartungen über 2 Prozent hinausgeht.
Einige Ratsmitglieder plädierten für eine Leitzinsanhebung, um diesen Risiken und den Auswirkungen der Wechselkursentwicklung entgegenzuwirken.
Andere warnten davor, dass eine Zinserhöhung die Unternehmensinvestitionen dämpfen und den positiven Lohn-Preis-Zyklus stören könnte, was im schlimmsten Fall einen Rückfall in die Deflation bedeuten würde.
Anleihekäufe: Reduzierung stoppen oder fortsetzen?
Ein weiterer zentraler Diskussionspunkt war die zukünftige Handhabung der Staatsanleihekäufe (JGBs).
Einige Mitglieder schlugen vor, die Reduzierung der JGB-Käufe ab April 2027 einzustellen.
Dies solle die Funktionsfähigkeit der JGB-Märkte unterstützen, die sich zwar stetig verbessern, aber noch Zeit benötigen, bis Investoren ihre Bestände reibungslos erhöhen können.
Ein Stopp der Reduzierung könnte zudem den Abwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen durch den Bestandseffekt aufrechterhalten.
Andere Ratsmitglieder sahen keinen Grund, die Reduzierung der Käufe zu stoppen.
Sie argumentierten, dass die ursprüngliche Absicht der groß angelegten JGB-Käufe die geldpolitische Lockerung war, die unter den aktuellen Umständen nicht mehr erforderlich sei.
Eine Fortsetzung der Käufe in großem Umfang könnte die Glaubwürdigkeit der Bank untergraben, falls dies als fiskalische Finanzierung wahrgenommen würde, und die freie Zinsbildung am Markt behindern.
Zwischen Inflationsrisiko und Deflationsangst
Die interne Debatte der BOJ zeigt den Spagat zwischen Inflationsbekämpfung und der Vermeidung eines Rückfalls in die Deflation, insbesondere angesichts der anhaltenden Unsicherheiten im globalen Umfeld.
Der starke Fokus auf KI-getriebene Nachfrage und Rohölpreise verdeutlicht den erheblichen Einfluss externer Faktoren auf die heimische Geldpolitik.
Diese Meinungsverschiedenheiten deuten auf eine fortgesetzte, datenabhängige und weniger vorhersehbare Politik hin, die eine sorgfältige Kommunikation erfordert.