BOK: Unternehmen erhöhen Kreditaufnahme im 3. Quartal 2025
Die Bank of Korea (BOK) meldet für das dritte Quartal 2025 eine gestiegene Kreditaufnahme der nicht-finanziellen Unternehmen. Gleichzeitig verbesserte sich die Finanzlage des Staates deutlich, der von einem Netto-Schuldner zu einem Netto-Gläubiger wurde.
Verschiebungen im Finanzierungsverhalten
Die Gesamtwirtschaft Südkoreas verzeichnete im dritten Quartal 2025 ein Netto-Kreditgeschäft von 46,3 Billionen Won, ein Anstieg gegenüber den 41,5 Billionen Won des Vorquartals.
Dieser Trend wurde maßgeblich von den Haushalten und gemeinnützigen Organisationen (NPISHs) getragen, deren Netto-Kreditgeschäft von 51,3 Billionen Won auf 58,0 Billionen Won zunahm.
Auffällig ist die Entwicklung bei den nicht-finanziellen Unternehmen: Ihre Netto-Kreditaufnahme stieg deutlich von -3,5 Billionen Won auf -19,5 Billionen Won.
Im Gegensatz dazu wandelte sich die Position des Staates von einer Netto-Kreditaufnahme von -2,7 Billionen Won zu einem Netto-Kreditgeschäft von 5,9 Billionen Won, was eine signifikante Verbesserung der öffentlichen Finanzen darstellt.
Diese Zahlen spiegeln eine dynamische Umverteilung der Finanzierungsbedarfe und -überschüsse zwischen den Sektoren wider.
Bilanzrelationen verbessern sich
Zum Ende des dritten Quartals beliefen sich die gesamten Finanzanlagen des inländischen nicht-finanziellen Sektors auf 13.434,3 Billionen Won, was einem Zuwachs von 505,6 Billionen Won gegenüber dem Vorquartal entspricht.
Die gesamten Finanzverbindlichkeiten (ohne Eigenkapital und ausländische Direktinvestitionen) erreichten 8.065,0 Billionen Won, ein Anstieg um 113,0 Billionen Won im gleichen Zeitraum.
Das Verhältnis von Finanzanlagen zu Verbindlichkeiten im inländischen nicht-finanziellen Sektor verbesserte sich auf 1,67, gegenüber 1,63 am Ende des vorherigen Quartals.
Insbesondere bei den Haushalten und NPISHs stieg dieses Verhältnis von 2,41 auf 2,47, was auf eine gestärkte Bilanzposition dieser Sektoren hindeutet.
Neue Dynamik im Finanzgefüge
Die aktuellen Daten der BOK zeigen eine klare Verschiebung in den Finanzierungsstrukturen der südkoreanischen Wirtschaft.
Die gestiegene Kreditaufnahme der Unternehmen könnte auf erhöhte Investitionen hindeuten, muss aber im Kontext ihrer Bilanzstabilität bewertet werden.
Die verbesserte staatliche Finanzposition signalisiert eine Entlastung für die öffentlichen Haushalte.