BOK erhöht Leitzins auf 2,75 Prozent
Die Bank of Korea (BOK) hat ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent angehoben. Die Entscheidung erfolgte einstimmig angesichts stärkeren Wachstums, hoher Inflation und anhaltender Finanzstabilitätsrisiken.
Wachstum, Inflation, Stabilität
Der geldpolitische Ausschuss der BOK beschloss die Anhebung des Leitzinses von 2,50 auf 2,75 Prozent.
Haupttreiber für diese Entscheidung sind das durch Exporte und Investitionen gestärkte Wirtschaftswachstum sowie die Erwartung, dass die Inflation für längere Zeit über dem Zielwert bleiben wird.
Auch die anhaltenden Risiken für die Finanzstabilität spielten eine Rolle.
Die Verbraucherpreisinflation stieg im Juni auf 3,2 Prozent, getrieben von Erdölprodukten und Agrarpreisen, während die Kerninflation bei 2,5 Prozent verharrte.
Die Wachstumsprognose für dieses Jahr soll die Mai-Schätzung von 2,6 Prozent deutlich übertreffen.
Globale Turbulenzen, lokale Stärke
Die Weltwirtschaft wächst moderat, gestützt durch KI-Investitionen, bleibt aber von Nahost-Unsicherheiten beeinflusst.
Der US-Dollar wertete auf, und die Anleiherenditen stiegen.
Die heimische Wirtschaft zeigte sich robust, angetrieben vom Halbleitersektor, starken Exporten und Investitionen sowie einer günstigen Konsumentwicklung.
Die Beschäftigung nahm im Dienstleistungssektor zu, während sie im verarbeitenden Gewerbe rückläufig war.
An den Finanzmärkten stieg die Volatilität: Der Won schwächte sich gegenüber dem Dollar ab, Staatsanleihenrenditen stiegen, und Aktien erlebten eine Korrektur.
Haushaltskredite und Immobilienpreise in Seoul beschleunigten sich ebenfalls.
Entschlossenheit in unsicheren Zeiten
Die BOK zeigt sich mit dieser einstimmigen Entscheidung entschlossen, der Inflation entgegenzuwirken, auch wenn globale Unsicherheiten bestehen bleiben.
Die Betonung weiterer Zinserhöhungen signalisiert einen klaren Fokus auf Preisstabilität, selbst bei erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten.
Dies könnte für die südkoreanische Wirtschaft eine Phase anhaltender geldpolitischer Straffung bedeuten, die über die aktuellen Markterwartungen hinausgeht.
Quelle: ★Monetary Policy Decision (July 16, 2026)
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