Bank of Korea meldet BIP-Rückgang um 0,3 Prozent im vierten Quartal
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Bank of Korea meldet BIP-Rückgang um 0,3 Prozent im vierten Quartal

Die südkoreanische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent geschrumpft. Dies gab die Bank of Korea (BOK) in ihrer vorläufigen Schätzung bekannt.

Ausgaben bremsen Wirtschaftswachstum

Die südkoreanische Wirtschaft verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Dies ist primär auf eine schwache Entwicklung bei Investitionen und Außenhandel zurückzuführen.

Die Bauinvestitionen schrumpften deutlich um 3,9 Prozent, während die Anlageninvestitionen um 1,8 Prozent zurückgingen, hauptsächlich bedingt durch einen Rückgang bei Transportausrüstung.

Auch der Außenhandel zeigte sich rückläufig: Exporte fielen um 2,1 Prozent, insbesondere bei Kraftfahrzeugen und Maschinen.

Importe sanken um 1,7 Prozent, hier waren Erdgas und Kraftfahrzeuge die Hauptfaktoren.

Positiv entwickelten sich hingegen der private Konsum mit einem Plus von 0,3 Prozent, getragen von Dienstleistungen wie Gesundheitsleistungen, sowie die Staatsausgaben, die um 0,6 Prozent zulegten, vor allem durch erhöhte Gesundheitsleistungen.

Gemischtes Bild in der Produktion

Auf der Produktionsseite zeigte sich ein gemischtes Bild.

Während die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft um 4,6 Prozent expandierte und der Dienstleistungssektor um 0,6 Prozent zulegte, verzeichneten andere Bereiche deutliche Rückgänge.

Die Strom-, Gas- und Wasserversorgung schrumpfte massiv um 9,2 Prozent.

Auch das verarbeitende Gewerbe fiel um 1,5 Prozent, und der Bausektor ging um 5,0 Prozent zurück.

Trotz des BIP-Rückgangs stieg das reale Bruttonationaleinkommen (BNE) um 0,8 Prozent, was auf verbesserte Handelsbedingungen hindeutet.

Dämpfer trotz Dienstleistungs-Plus

Der Rückgang des BIP im vierten Quartal 2025 signalisiert eine deutliche Verlangsamung der südkoreanischen Wirtschaft.

Trotz eines robusten Dienstleistungssektors und steigender Realeinkommen deuten die schwachen Investitionen und Exporte auf strukturelle Herausforderungen hin.

Dies könnte den Druck auf die Bank of Korea erhöhen, ihre geldpolitische Haltung zu überdenken, um das Wachstum zu stützen.