Bank of Korea: Wirtschaftswachstum und Inflation im Plan
Die Bank of Korea (BOK) erwartet, dass das Wirtschaftswachstum und die Verbraucherpreisinflation in diesem Jahr im Einklang mit dem Ausblick vom November 2025 bleiben werden. Der robuste Halbleiterzyklus und die Erholung des Konsums stützen das Wachstum, während schwache Ölpreise und staatliche Maßnahmen die Inflation dämpfen.
Halbleiter stützen Wachstum
Die Bank of Korea (BOK) prognostiziert für die koreanische Wirtschaft im Jahr 2026 ein Wachstum von 1,8 Prozent.
Dies entspricht dem bisherigen Ausblick und wird maßgeblich vom robusten Halbleiterzyklus und einer anhaltenden Konsumerholung getragen.
Nicht-IT-Exporte und Investitionen bleiben jedoch voraussichtlich gedämpft, unter anderem aufgrund von US-Zöllen.
Global wird die Wirtschaft in diesem Jahr voraussichtlich um rund 3 Prozent wachsen.
Die USA erwarten ein Wachstum im niedrigen 2-Prozent-Bereich, die Eurozone moderates Wachstum und China eine Verlangsamung auf den mittleren 4-Prozent-Bereich.
Hauptunsicherheiten liegen in der Handelspolitik großer Volkswirtschaften und der Entwicklung des KI-Zyklus.
Inflation stabilisiert sich
Die Verbraucherpreisinflation (VPI) wird in diesem Jahr voraussichtlich bei 2,1 Prozent (Headline) und 2,0 Prozent (Kerninflation) stabil bleiben.
Schwache globale Ölpreise und staatliche Preisstabilisierungsmaßnahmen gleichen den Einfluss des erhöhten Wechselkurses aus.
Im Dezember 2025 verlangsamte sich die VPI-Inflation auf 2,3 Prozent, nach 2,4 Prozent im November.
Der Leistungsbilanzüberschuss wird für dieses Jahr auf 130 Milliarden US-Dollar prognostiziert, während die Zahl der Beschäftigten um 150.000 Personen zunehmen soll.
Die BOK sieht Risiken durch Wechselkurs- und Ölpreisentwicklungen sowie die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt.
Ausblick mit bekannten Unsicherheiten
Der Bericht der Bank of Korea bestätigt weitgehend den bestehenden Wirtschaftsausblick und liefert keine neuen Impulse.
Die wiederholte Nennung bekannter Unsicherheiten wie Halbleiterzyklus und Handelspolitik unterstreicht die anhaltende Vorsicht.
Für die Marktteilnehmer bietet die Publikation primär eine Bestätigung des Status quo ohne überraschende Erkenntnisse.
Quelle: Recent Economic Developments (January 2026)
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