Makhlouf: Inflation hartnäckig, Zinspfad unsicher
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Makhlouf: Inflation hartnäckig, Zinspfad unsicher

Die EZB hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent erhöht. Zentralbank-Gouverneur Gabriel Makhlouf betont, dass die Inflation hartnäckig bleibt und der Zinspfad unsicher ist.

Nahost-Konflikt treibt Teuerung

Die jüngste Zinserhöhung des EZB-Rats auf 2,25 Prozent ist eine Reaktion auf Inflationsdruck durch höhere Ölpreise und Lieferkettenstörungen infolge des Nahost-Konflikts.

Die Entscheidung fiel einstimmig, da alle Mitglieder dem Zwei-Prozent-Inflationsziel verpflichtet sind.

Der Konflikt hat einen erheblichen angebotsseitigen Schock für die Weltwirtschaft ausgelöst.

Ölpreise stiegen stark an und bleiben volatil.

Auch Preise für energieintensive Produkte wie Düngemittel und petrochemische Erzeugnisse sind gestiegen, was den Preisdruck in der gesamten Lieferkette verstärkt.

Die Headline-Inflation im Euroraum erreichte im Mai 3,2 Prozent, wobei die Energieinflation allein bei fast 11 Prozent lag.

Im Gegensatz zu 2022, als der Energieschock auf eine sich stark erholende Wirtschaft traf, ist die Nachfrage heute schwächer, das BIP-Wachstum wurde revidiert und die Konsumstimmung ist gedämpft.

Dies könnte den Übertrag von Ölpreisschocks auf die Verbraucherpreise dämpfen, da Unternehmen Kosten schwerer weitergeben können.

Irlands Wirtschaft: Mehr als nur BIP

Trotz des schwächeren Wirtschaftsumfelds warnt Makhlouf vor einer 'diesmal ist es anders'-Erzählung.

Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtsdruck bei den Preisen.

Nach dem Ausbruch des Nahost-Konflikts im Februar revidierten die Verbraucher im Euroraum ihre kurzfristigen Inflationserwartungen stark nach oben, während die mittelfristigen Erwartungen stabiler blieben.

Die Zinserhöhung bedeutet keinen neuen, ausgedehnten Straffungszyklus wie 2022/23, doch der weitere Zinspfad bleibt datenabhängig und unsicher.

Die EZB-Projektionen sehen die Inflation 2026 bei durchschnittlich 3 Prozent, mit einem Höhepunkt von 3,4 Prozent in der zweiten Jahreshälfte.

Für Irland wird eine Verlangsamung der modifizierten Binnennachfrage erwartet.

Das irische BIP sank im ersten Quartal 2026 um 12,1 Prozent, was jedoch hauptsächlich auf die Rolle multinationaler Unternehmen zurückzuführen ist.

Die modifizierte Binnennachfrage, die die heimische Aktivität misst, stieg im selben Quartal um 0,6 Prozent, was die zugrunde liegende Stärke der irischen Wirtschaft besser widerspiegelt.