Makhlouf: Globale Risiken für Finanzstabilität verschärft
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Makhlouf: Globale Risiken für Finanzstabilität verschärft

CBI-Gouverneur Gabriel Makhlouf warnt vor einer Intensivierung globaler Risiken für die irische Finanzstabilität. Der Nahostkonflikt und hohe Bewertungen von KI-Aktien stehen im Fokus.

Nahostkonflikt verschärft globale Risiken

Die Zentralbank Irland (CBI) sieht eine Intensivierung der globalen Risiken für das heimische Finanzsystem im Jahr 2026.

Während 2025 vor allem Schwankungen in der globalen Handelspolitik die externen Risiken prägten, ist es dieses Jahr die Preisgestaltung und Nachhaltigkeit der globalen Energieversorgung infolge des Nahostkonflikts.

Dieser Schock, der weniger als ein Jahr nach dem vorherigen Handelsschock eintritt und keine unmittelbare Lösung in Sicht ist, erhöht das Potenzial für systemische Extremrisiken.

Die globale Wachstumsaussicht hat sich abgeschwächt, während der Inflationsdruck zugenommen hat.

Finanzmärkte funktionierten zwar geordnet, doch die verhaltene Reaktion steht im Widerspruch zu den wirtschaftlichen Narrativen über die zunehmenden Risiken eines anhaltenden Energiepreisschocks.

Dies erhöht das Risiko einer plötzlichen Verschärfung der globalen Finanzbedingungen, wobei eine breitere Neubewertung von Risiken einen wirtschaftlichen Abschwung verstärken könnte.

Die wachsende Rolle hochverschuldeter, globaler Nichtbanken-Finanzintermediäre in wichtigen Finanzmärkten verstärkt diesen Verstärkungskanal zusätzlich.

KI-Aktien und Private Credit im Fokus

Bereits vor dem Nahostkonflikt waren andere Schwachstellen im internationalen Finanzsystem erkennbar.

Hohe Bewertungen von KI-bezogenen Aktien bergen das Potenzial für eine Marktkorrektur, insbesondere wenn sich die globalen Aussichten verschlechtern oder Gewinne enttäuschen.

Die Finanzierung großer KI-Investitionspläne durch Schulden und zirkuläre Geschäfte verstärkt diese Bedenken.

Zudem schaffen Software- und KI-Unternehmen über private und öffentliche Kreditmärkte Ansteckungskanäle.

Private Kreditmärkte, besonders in den USA, stehen unter genauer Beobachtung aufgrund von Bedenken bei Bewertungen, Vermögensqualität und Liquidität, die zu Rücknahmen in einigen Fonds führten.

Eine globale Wirtschaftsverlangsamung und straffere Finanzbedingungen könnten eine Neubewertung der Risikopreise in diesen miteinander verknüpften Märkten auslösen.

Alte und neue Risiken ineinander verhakt

Makhloufs Rede verdeutlicht, wie neue geopolitische Schocks bestehende Fragilitäten wie überbewertete KI-Aktien und undurchsichtige Private-Credit-Märkte verstärken.

Die Notwendigkeit, den antizyklischen Kapitalpuffer bei 1,5 Prozent zu halten, unterstreicht die anhaltende Vorsicht der CBI trotz der heimischen Widerstandsfähigkeit.

Dies zeigt, dass die Finanzstabilität zunehmend von globalen, nicht-traditionellen Faktoren abhängt, die über die reine Zinspolitik hinausgehen.