Russlands Leistungsbilanz im Januar 2026 mit geringem Überschuss
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Russlands Leistungsbilanz im Januar 2026 mit geringem Überschuss

Die russische Leistungsbilanz verzeichnete im Januar 2026 einen geschätzten Überschuss von 0,4 Milliarden US-Dollar. Dies geht aus den aktuellen Schätzungen der Zentralbank der Russischen Föderation (CBR) hervor.

Leistungsbilanz: Überschuss schrumpft deutlich

Die Leistungsbilanz Russlands wies im Januar 2026 einen geschätzten Überschuss von lediglich 0,4 Milliarden US-Dollar auf.

Dies stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber den 2,8 Milliarden US-Dollar im Dezember 2025 und den 4,6 Milliarden US-Dollar im Oktober 2025 dar.

Der Warenhandel trug mit einem Überschuss von 6,6 Milliarden US-Dollar maßgeblich dazu bei, wobei die Warenexporte 27,5 Milliarden US-Dollar und die Warenimporte 20,9 Milliarden US-Dollar erreichten.

Im Dienstleistungssektor hingegen wurde ein Defizit von 3,4 Milliarden US-Dollar verzeichnet.

Die Finanzbilanz, ohne Berücksichtigung der Reserveaktiva, zeigte einen geringen Nettoerwerb von Finanzaktiva von 0,1 Milliarden US-Dollar.

Die Reserveaktiva selbst sanken im Januar um 3 Milliarden US-Dollar.

Ein Blick auf das Gesamtjahr 2025

Im Gesamtjahr 2025, basierend auf Schätzungen, belief sich der Leistungsbilanzüberschuss Russlands auf 41,6 Milliarden US-Dollar.

Dies markiert einen Rückgang gegenüber den 62,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024.

Der Warenhandelsüberschuss reduzierte sich ebenfalls von 132,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf geschätzte 115,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.

Gleichzeitig vertiefte sich das Defizit im Dienstleistungsverkehr von 38,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 48,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.

Diese Entwicklung deutet auf eine anhaltende Anpassung der russischen Außenwirtschaft hin, mit einem tendenziell schrumpfenden Überschuss.

Anhaltender Druck auf die Außenwirtschaft

Der deutliche Rückgang des monatlichen Leistungsbilanzüberschusses im Januar 2026 signalisiert anhaltenden Druck auf die russische Außenwirtschaft.

Dies spiegelt wahrscheinlich die Auswirkungen von Sanktionen und sich wandelnden globalen Handelsbeziehungen wider, die die Einnahmen aus Exporten dämpfen.

Für die russische Zentralbank und Regierung bedeutet dies eine geringere Verfügbarkeit von Fremdwährungen, was die fiskalische Handlungsfähigkeit beeinträchtigen könnte.