Zentralbank nimmt Staats- und Unternehmensanleihen auf
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Zentralbank nimmt Staats- und Un­ter­neh­mens­an­lei­hen auf

Die russische Zentralbank hat 32 neue Wertpapiere in ihre Lombardliste aufgenommen. Die Entscheidung des Direktoriums erfolgte am 7. Juli 2026.

Neue Sicherheiten für Banken

Die russische Zentralbank hat am 7. Juli 2026 eine Reihe neuer Wertpapiere in ihre Lombardliste aufgenommen.

Darunter befinden sich Staatsanleihen der Republik Sacha (Jakutien) und der Region Amur sowie eine Vielzahl von börsengehandelten Anleihen großer russischer Unternehmen.

Zu den Emittenten zählen Konzerne aus den Bereichen Energie (Atomic Energy Power Corporation, Gazprom capital, Gazprom Neft, Rosneft Oil Company, RusHydro), Telekommunikation (MegaFon, Mobile TeleSystems, Rostelecom), Handel (X5 FINANCE, Magnit), Transport (Russian Railways, TransContainer, SINARA TRANSPORTATION, Russian Highways State Company, Freight One), Bergbau (Polyus, Seligdar), Bau (LSR Group), Düngemittel (PhosAgro, Acron, Polyplast) und weitere Sektoren wie IT (Positive Group, Selectel) und Landwirtschaft (EkoNiva, NovaBev Group, INARCTICA).

Diese Erweiterung erhöht die Bandbreite der Sicherheiten, die Banken für Zentralbankkredite verwenden können.

Bedeutung der Lombardliste

Die Lombardliste der Zentralbank ist ein Verzeichnis von Wertpapieren, die von Kreditinstituten als Sicherheiten für Refinanzierungsgeschäfte bei der Zentralbank hinterlegt werden können.

Durch die Aufnahme neuer Titel erhöht sich die Liquidität der Banken, da sie nun eine breitere Palette von Vermögenswerten zur Verfügung haben, um sich bei Bedarf Liquidität von der Zentralbank zu beschaffen.

Dies ist ein wichtiges Instrument zur Steuerung der Geldpolitik und zur Aufrechterhaltung der Finanzstabilität, da es den Banken ermöglicht, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken und die Kreditversorgung der Wirtschaft sicherzustellen.

Die Entscheidung spiegelt das Vertrauen der Zentralbank in die Bonität der neu aufgenommenen Emittenten wider.

Routine mit Signalwirkung

Die Erweiterung der Lombardliste ist ein routinemäßiger, aber wichtiger Schritt zur Feinjustierung der Geldpolitik.

Sie signalisiert der Finanzbranche, welche Wertpapiere die Zentralbank als sicher und liquide einstuft.

Für die betroffenen Unternehmen bedeutet die Aufnahme eine erhöhte Attraktivität ihrer Anleihen am Markt, da diese nun als erstklassige Sicherheiten gelten.