Leitzins auf 14,25 Prozent gesenkt
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Leitzins auf 14,25 Prozent gesenkt

Die Russische Zentralbank senkt den Leitzins um 25 Basispunkte auf 14,25 Prozent. Der Verwaltungsrat der Bank of Russia traf die Entscheidung am 19. Juni 2026.

Wachstum trotz Inflationsdruck

Am 19. Juni 2026 senkte die Bank of Russia den Leitzins um 25 Basispunkte auf 14,25 Prozent.

Das moderate Wirtschaftswachstum setzt sich nach einem anfänglichen Rückgang fort.

Der zugrunde liegende Preisauftrieb verringerte sich leicht, liegt aber weiterhin bei 4–5 Prozent auf Jahresbasis.

Das Kreditwachstum beschleunigte sich zuletzt.

Eine akkommodierendere Fiskalpolitik über drei Jahre könnte einen höheren Leitzinspfad als im April-Szenario nötig machen.

Die Zentralbank wird weitere Senkungen von der Inflationsverlangsamung, den Erwartungen und der Risikoanalyse abhängig machen.

Die Prognose sieht eine jährliche Inflation von 4,5–5,5 Prozent im Jahr 2026, eine Kerninflation nahe 4 Prozent in H2 2026 und eine Zielerreichung ab 2027.

Inflationsdruck und Arbeitsmarkt

Im April und Mai verlangsamte sich der saisonbereinigte Preisauftrieb auf 2,1 Prozent auf Jahresbasis, nach 8,7 Prozent im ersten Quartal 2026.

Die Kerninflation sank von 6,2 auf 4,2 Prozent.

Trotzdem verbleibt die zugrunde liegende Inflation bei 4–5 Prozent, und die Inflationserwartungen bleiben erhöht, was eine nachhaltige Verlangsamung behindert.

Die Wirtschaftsaktivität verbesserte sich im zweiten Quartal 2026 nach dem Rückgang im ersten Quartal.

Der Arbeitsmarkt entspannt sich langsam; Lohnwachstum übertrifft Produktivität, Arbeitslosigkeit verharrt auf Rekordtiefs.

Monetäre Bedingungen lockerten sich, blieben aber straff.

Steigende mittelfristige Anleiherenditen erklärt die Bank of Russia mit Unsicherheit über zukünftige Budgetprojektionen.

Zwischen Wachstum und Risiken

Die Zinssenkung der Bank of Russia ist ein vorsichtiger Schritt, der das moderate Wachstum stützen soll, ohne den Inflationskampf aufzugeben.

Die erhöhten Inflationserwartungen und die akkommodierendere Fiskalpolitik stellen jedoch weiterhin erhebliche proinflationäre Risiken dar.

Die Zentralbank muss einen schmalen Grat zwischen Wachstumsförderung und Preisstabilität gehen, wobei weitere Lockerungen datenabhängig bleiben.