Marktrisikoregulierung: Banken nutzen nationale Ratings
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Mark­tri­si­ko­re­gu­lie­rung: Banken nutzen nationale Ratings

Die Bank von Russland plant Änderungen zur Marktrisikoregulierung von Kreditinstituten. Künftig sollen Banken nationale Ratings zur präziseren Risikobewertung nutzen können, was die Kapitalbelastung optimiert.

Nationale Ratings für breite Palette von Schuldtiteln

Die geplanten Änderungen der Bank von Russland erweitern die Möglichkeiten von Kreditinstituten, nationale Ratings für eine präzisere Bewertung ihres Marktrisikos zu verwenden.

Dies soll dazu beitragen, die Kapitalbelastung der Banken zu optimieren.

Die Anpassungen betreffen eine Vielzahl von Schuldtiteln in den Handelsbüchern der Banken.

Dazu gehören Verbriefungsinstrumente sowie Anleihen, die von russischen Unternehmen, ausländischen Staaten und russischen Föderationssubjekten ausgegeben wurden.

Diese Neuerung zielt darauf ab, eine differenziertere und realitätsnähere Risikoeinschätzung zu ermöglichen, wodurch die Effizienz der Kapitalallokation verbessert wird.

Die Nutzung nationaler Ratings bietet eine spezifischere Perspektive auf lokale Marktbedingungen und Emittenten, was für die Stabilität des Finanzsystems von Vorteil ist.

Risikosensibler bei Rohstoffderivaten

Neben der Erweiterung der nationalen Ratingnutzung plant die Aufsichtsbehörde auch die Einführung eines risikosensitiveren Ansatzes zur Bewertung von Rohstoffderivaten.

Diese Modifikation soll sicherstellen, dass die Risiken, die mit diesen komplexen Finanzinstrumenten verbunden sind, angemessen erfasst und im Kapital der Banken berücksichtigt werden.

Der Fokus auf eine verbesserte Risikosensitivität bei Rohstoffderivaten spiegelt die Notwendigkeit wider, auf die Volatilität und die spezifischen Merkmale dieses Marktsegments zu reagieren.

Die Bank von Russland lädt zur Stellungnahme zum Entwurf der Verordnung bis zum 14. Juli 2026 ein, um Feedback aus der Branche zu sammeln und die Regulierung weiter zu verfeinern.

Pragmatische Anpassung, breite Wirkung

Diese regulatorischen Anpassungen sind ein pragmatischer Schritt zur Modernisierung der Marktrisikobewertung im russischen Bankensektor.

Sie adressieren sowohl die Spezifika lokaler Emittenten als auch die Komplexität globaler Rohstoffmärkte.

Die Konsultation zeigt zudem den Wunsch der Zentralbank, die Branche in den Prozess einzubinden und eine ausgewogene Lösung zu finden.