Zentralbank bewertet Digitalisierung der Zahlungsdienste
Die Bank von Russland hat erstmals die Zufriedenheit von Haushalten und Unternehmen mit Zahlungsdiensten sowie den Digitalisierungsindex des nationalen Zahlungssystems bewertet. Die neuen Indikatoren ergänzen bestehende Überwachungsinstrumente für den Zahlungsmarkt.
Reifegrad des Zahlungsmarktes
Der Digitalisierungsindex dient als umfassendes Maß für den Reifegrad des Zahlungsmarktes.
Er berücksichtigt fünfzehn verschiedene Komponenten, darunter die Durchdringung neuer Technologien und die Nachfrage von Unternehmen nach diesen Innovationen.
Ebenso fließen das Spektrum und die Zugänglichkeit der angebotenen Zahlungsdienste in die Bewertung ein.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Sicherheit und der reibungslose Betrieb der zugrunde liegenden Infrastruktur.
Die Berechnung des Index basiert auf Informationen von Marktteilnehmern sowie den Ergebnissen von Unternehmensbefragungen.
Der für das Jahr 2025 ermittelte Indexwert wird als Ausgangsbasis für die jährliche Bewertung der Dynamik des Zahlungsmarktes dienen und zukünftige Entwicklungen vergleichbar machen.
Zufriedenheit mit Haken und Ösen
Haushalte zeigen sich generell zufrieden mit modernen Zahlungsdiensten, insbesondere mit schnellen und nahtlosen Geldtransfers, die minimalen Aufwand erfordern.
Weniger bequem ist jedoch das System für Zahlungen von Versorgungs-, Bildungs- und öffentlichen Dienstleistungen, da hier oft die vollständige Eingabe von Kartendaten und eine Code-Bestätigung erforderlich sind.
Die Zufriedenheit von Unternehmen mit Abwicklungs- und Cash-Management-Diensten war hingegen moderat bis gering.
Sie bemängeln undurchsichtige Tarifpolitiken und unklare Kriterien für das Blockieren oder Einschränken von Geldtransfers.
Auch bei der Abwicklung von Zahlungen mit ausländischen Geschäftspartnern stoßen Unternehmen auf Schwierigkeiten.