Bargeld bleibt relevant für Russen, Kartennutzung steigt 2025
Eine Umfrage der russischen Zentralbank zeigt, dass Bargeld für Russen 2025 weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Obwohl die Nutzung bargeldloser Zahlungen zunimmt, stieg der Anteil der Bargeldnutzer für tägliche Einkäufe.
Bargeld behauptet sich im Alltag
Die Umfrage der russischen Zentralbank für 2025 zeigt eine bemerkenswerte Resilienz des Bargelds.
36 Prozent der Russen halten ihre Ersparnisse in physischen Rubeln, ein Anstieg von 32 Prozent im Vorjahr.
Obwohl der Anteil derer, die ausschließlich mit Bargeld zahlen, von 9 auf 6 Prozent sank, bevorzugen 27 Prozent der Bürger Bargeld für alltägliche Einkäufe – ein Plus von drei Prozentpunkten.
Die durchschnittliche Summe einer Barzahlung stieg von 1731 auf 1999 Rubel.
Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) kann sich ein Leben ohne Bargeld nicht vorstellen, gegenüber 43 Prozent im Jahr 2024.
Die Scheine zu 100, 500 und 1000 Rubel sind am gefragtesten.
Bankautomaten werden im Schnitt viermal monatlich für Abhebungen und dreimal für Einzahlungen genutzt, wobei die durchschnittliche Einzahlungssumme (13.600 Rubel) die Abhebung (7.700 Rubel) deutlich übersteigt.
Digitaler Vormarsch mit Hindernissen
Trotz der Bargeldpräferenz schreitet die Digitalisierung voran: 94 Prozent der Russen besitzen Zahlungskarten, 50 Prozent nutzen virtuelle Karten.
Die beliebtesten bargeldlosen Methoden sind Debitkarten (79 Prozent), QR-Code-Zahlungen (38 Prozent) und mobile/Online-Banking-Überweisungen (36 Prozent).
Geschwindigkeit (37 Prozent), Bonusprogramme (32 Prozent) und Einfachheit (31 Prozent) sind die Hauptvorteile bargeldloser Zahlungen.
Bargeld wird hingegen bevorzugt, wenn Zahlungen in jeder Situation möglich sein sollen (25 Prozent) oder bei befürchteten technischen Störungen (17 Prozent).
Jedoch stießen 43 Prozent der Bürger auf Probleme bei bargeldlosen Zahlungen, etwa durch defekte Geräte oder fehlende Internetverbindung.
Russlands hybride Zahlungsrealität
Die Umfrage zeichnet ein Bild einer hybriden Zahlungslandschaft, in der Bargeld entgegen dem globalen Trend an Relevanz gewinnt.
Die anhaltende Präferenz für physisches Geld, insbesondere für alltägliche Transaktionen und als Sicherheit, unterstreicht die Notwendigkeit einer robusten Bargeldinfrastruktur.
Trotz des digitalen Vormarsches bleibt Bargeld aufgrund technischer Mängel bei Kartenzahlungen ein unverzichtbares Backup.